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Chemnitz : Polizeistreife soll Nazi-Schmierereien geduldet haben

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In Chemnitz sind mehrere Häuserfassaden mit rechtsextremen Parolen besprüht worden. Eine Polizeistreife war wohl zur Tatzeit vor Ort – und unterhielt sich sogar mit den Tätern.

          Die Polizei überprüft das Verhalten einer Streife während rechter Schmierereien in Chemnitz. Zum einen würden Überwachungskameras ausgewertet, zum anderen würden die Beamten befragt, teilte die Polizei am Donnerstag mit. In der Nacht zum Dienstag hatten unbekannte Täter rechte Parolen und Symbole an mehrere Hausfassaden geschmiert. Dabei wurden sie von mehreren Kameras gefilmt. Medienberichten zufolge soll auf den Bildern auch zu sehen sein, wie eine Polizeistreife am Tatort vorbeifährt, Beamte sogar mit einem der Täter sprechen – und dann einfach weiterfahren.

          In roter Farbe finden sich Schriftzüge wie „NS Jetzt!“ und “Sieg Heil“ an den Hausfassaden. Nach einem Bericht des Boulevard-Magazins „Tag24“ hatten es die Täter wohl vor allem auf einen kurdischen Bäcker abgesehen. Sowohl das Gebäude als auch ein Transporter der Bäckerei wurden beschmiert. Bezieht man alle Überwachungsvideos mit ein, die „Tag24“ vorliegen, muss das Gebäude zum Zeitpunkt des Polizeieinsatzes schon besprüht gewesen sein.

          Der Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen, erklärte die Polizei. Die Aufnahmen der verschiedenen Kameras müssten in eine Chronologie gebracht werden. „Erst danach kann eine Aussage dazu getroffen werden, zu welchem Zeitpunkt des Geschehens unsere Streife vor Ort gewesen ist.“ Die Polizei wolle über den Fortgang der Ermittlungen weiter berichten.

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