In St. Pölten in Niederösterreich, 50 Kilometer westlich von Wien, hat ein Vater am Freitag in einer Schule auf seinen Sohn geschossen und sich danach selbst getötet. Das acht Jahre alte Kind wurde schwer verletzt und in das Landesklinikum in der Stadt eingeliefert, wie das Landeskriminalamt Niederösterreich mitteilte. Hintergründe für die Tat dürften familiäre Probleme gewesen sein, hieß es in der Mitteilung. Vor wenigen Tagen war der Vater aus der Wohnung der Familie verwiesen worden.
„Es gab hier eine besondere Art eines Familiendramas“, sagte Klaus Preining vom Landeskriminalamt laut ORF. Der 37 Jahre alte Mann sei in die Volksschule gegangen, „hat seinen Sohn aus der Klasse geholt und vermutlich seinem Sohn dann in der Garderobe des Schulhauses mit einer Schusswaffe in den Kopf geschossen“. Der Zustand des Kindes sei derzeit sehr kritisch. „Es handelt sich vermutlich um einen Kopfdurchschuss, es besteht akute Lebensgefahr.“
Die Polizei entdeckte später das Auto des flüchtigen Vaters in St. Pölten und fand den Mann tot auf. „Er hat sich selbst erschossen“, hieß es in der Mitteilung. Der Familienvater war nach Angaben der Polizei schon früher aufgefallen, weil er gewalttätig war.