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Freitag, 17. Februar 2012
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Nach „Kannibalen“-Interview Kirche distanziert sich von Pfarrer

05.12.2003 ·  Nach dem Interview einer Kasseler Kirchenzeitung mit dem „Kannibalen von Rotenburg“ hat sich die Landeskirche von dem Beitrag distanziert. Journalistisches Vorgehen sei mit dem seelsorgerischen Auftrag vermischt worden.

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Nach dem Interview einer Kasseler Kirchenzeitung mit dem „Kannibalen von Rotenburg“ hat sich die Landeskirche von dem Beitrag distanziert. Journalistisches Vorgehen sei unzulässigerweise mit dem seelsorgerischen Auftrag vermischt worden, teilte die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck am Freitag in Kassel mit.

Der Chefredakteur vom „Kasseler Sonntagsblatt“, Reinhard Heubner, der zugleich Pfarrer ist, hatte den Angeklagten im „Kannibalen“-Prozeß vor Beginn des Verfahrens im Gefängnis zu seiner Tat und zu seinem Glauben befragt und das Interview später etlichen Zeitungen in Deutschland zur Auswertung angeboten. Der Chefredakteur, dessen Gehalt von der Landeskirche bezahlt wird, sei bei dem Interview nicht im Auftrag der Kirche tätig gewesen, teilte Kirchensprecher Karl Waldeck mit.

Der angeklagte Armin M. hatte zu Prozessbeginn am Mittwoch gestanden, einen Ingenieur aus Berlin erstochen und Stücke der Leiche gegessen zu haben. Vor den tödlichen Stichen will der „Kannibale“ nach seiner Aussage vor Gericht gebetet und um Vergebung gebeten haben.

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