17.09.2009 · Wegen der Beschaffenheit des Geländes am S-Bahnhof München-Solm war es den beiden Jugendlichen nach ihrer tödlichen Attacke auf den Geschäftsmann Dominik Brunner am Wochenende nicht gelungen zu entkommen. Die Polizei entdeckte sie im Gebüsch.
Die beiden jungen Erwachsenen, die den Geschäftsmann Dominik Brunner auf dem Münchener Bahnhof Solln töteten, saßen eine Stunde lang im Gebüsch und beobachteten von dort den Tatort, bevor die Polizei sie verhaftete. Dass sie nicht einfach davonliefen, liegt nach Polizeiangaben an der Beschaffenheit des Bahnhofes.
Der 17 Jahre alte Sebastian L. und der 18 Jahre alte Markus S. seien nach der Tat über die Bahngleise geflüchtet. Die gegenüberliegende Seite werde jedoch von einem Zaun begrenzt, den die Täter nicht hätten überwinden können - zumindest nicht, ohne den kurz nach der Tat eingetroffenen Polizisten aufzufallen. Sie versteckten sich. Die Polizei begann, den Tatort abzusuchen. Eine Beamtin habe dabei ein Geräusch aus dem Gebüsch gehört und die beiden entdeckt.
Notrufsäule nicht funktionstüchtig
Unterdessen wurde bekannt, dass die Notrufsäule auf dem Bahnhof nicht funktionierte. Seitdem die Bayerische Oberlandbahn sie vor rund fünf Jahren aufstellte, ist sie nicht in das Netz der Deutschen Bahn integriert worden. Am Ausgang des Falles hätte das jedoch nichts geändert. Brunner hatte mit seinem Mobiltelefon schon aus der S-Bahn heraus die Polizei alarmiert. Als die Täter ihn auf dem Bahnhof zu Boden schlugen, gingen weitere Anrufe bei der Polizei ein.