Home
http://www.faz.net/-gus-761nn
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
50 plus

München Festnahme nach Mord im Treppenhaus

Wegen des Mordes an einer jungen Frau ist in München ein Neunzehnjähriger festgenommen worden. Laut Polizei hat er die Tat gestanden. Der vermutlich psychisch gestörte Mann habe ausgesagt, er habe durch den Mord an die Wohnung der Frau kommen wollen.

© dpa Vergrößern In dieser Straße im Stadtteil Obersendling wurde die Frau am 4. Januar erstochen.

Drei Wochen nach dem Mord an einer jungen Frau hat die Münchner Polizei am Donnerstag einen 19 Jahre alten Tatverdächtigen festgenommen. Der Mann hat die Tat nach Polizeiangaben gestanden. Der vermutlich psychisch gestörte Mann habe gesagt, er habe durch den Mord an die Wohnung der Frau kommen wollen.

Karin Truscheit Folgen:  

Der zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alte Mann wohnt in der Nähe des Tatortes, kannte die Frau aber offenbar nicht. Sie sei ein reines Zufallsopfer gewesen, heißt es bei der Polizei. Am 4. Januar war die 31 Jahre alte Verlagsangestellte im Treppenhaus ihres Wohnhauses gegen 21 Uhr mit 18 Messerstichen getötet worden. Der Täter hatte das Haus offenbar gemeinsam mit seinem Opfer betreten. „Da die Frau Kopfhörer trug und Musik hörte, hat sie ihn vermutlich erst bemerkt, als es zu spät war.“

Wochenlang ermittelte die Polizei in alle Richtungen, schickte Ermittler in die Heimatstadt der Frau nach Sachsen und zog auch Fallanalytiker hinzu. Nach einem Hinweis eines Kollegen geriet dann der nun Tatverdächtige ins Visier der Ermittler. Der junge Mann, der noch bei seinen Eltern wohnt, war bei früheren Ermittlungen durch Gewaltphantasien aufgefallen.

Bei der Überprüfung des Mannes am Donnerstag stieß die Polizei auf den abgebrochenen Messergriff der vermeintlichen Tatwaffe und auf blutige Kleidung. Außerdem stimmte das DNA-Muster aus einer Speichelprobe mit DNA-Material vom Tatort überein.

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Schwangeren-Mord in Berlin Tatverdächtige in U-Haft

Spaziergänger finden in Berlin die verbrannte Leiche einer jungen, hochschwangeren Frau in einem Waldstück. Die Polizei fasst schnell zwei Verdächtige, einer davon gesteht seine grausige Tat. Mehr

24.01.2015, 19:05 Uhr | Gesellschaft
Brasilien Polizei fasst mutmaßlichen Massenmörder

Die brasilianische Polizei hat einen mutmaßlichen Massenmörder gefasst. Er soll seit 2011 Dutzende Morde begangen haben. 39 habe er bereits gestanden. Mehr

17.10.2014, 11:03 Uhr | Gesellschaft
Auch Leichenfund in Darmstadt Mutter tot in Wohnung: Sohn soll in U-Haft

Ein junger Mann berichtet der Polizei am Telefon, er habe seine Mutter umgebracht. Ermittler finden eine Leiche in der Offenbacher Wohnung. Auch in Darmstadt wurde eine Frau tot entdeckt. Mehr

28.01.2015, 15:51 Uhr | Rhein-Main
Mexiko Ermittler identifizieren toten Studenten

Gerichtsmediziner haben die Identität eines der 43 vermissten Studenten bestätigt. Der junge Mann konnte durch Untersuchungen seiner sterblichen Überreste identifiziert werden, die auf einer Müllkippe sichergestellt worden waren. Mehr

08.12.2014, 11:10 Uhr | Politik
Erstochener Asylbewerber Viele offene Fragen

Nach dem Tod eines afrikanischen Asylbewerbers ging die Polizei zunächst nicht von einem Tötungsdelikt aus. Dann stellte sich heraus, dass Khaled I. erstochen wurde. Der Fall hat viele Spekulationen ausgelöst - auch weil die Stimmung in der Stadt wegen Pegida aufgeladen ist. Mehr Von Stefan Locke, Dresden

15.01.2015, 17:05 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 25.01.2013, 16:04 Uhr

Benedict Cumberbatch Entschuldigung für Ausdruck „Farbiger“

Benedict Cumberbatch entschuldigt sich für seine „veraltete Ausdrucksweise“, Keira Knightley hätte eigentlich anders heißen sollen und Schauspieler Eddie Redmayne bedankt sich bei Stephen Hawking – der Smalltalk. Mehr 10

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden