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Mordfall Lena Täter muss jahrelang in Psychiatrie

 ·  Sieben Monate nach dem Mord an der elf Jahre alten Lena in Aurich verurteilt das Landgericht den Täter zur Einweisung in die Psychiatrie. Wann er wieder entlassen wird, ist unklar.

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Im Prozess um den gewaltsamen Tod der elfjährigen Lena aus Emden hat das Landgericht Aurich den 19-jährigen Angeklagten unter anderem wegen Mordes verurteilt und seine Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus angeordnet. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der junge Mann das Mädchen im März in einem Parkhaus im Zentrum der ostfriesischen Stadt ermordet hatte. Wann er wieder frei kommt, ist offen, entschied das Gericht am Mittwoch. Im Gerichtssaal nahm er das Urteil mit gesenktem Kopf entgegen. Lenas Eltern saßen weinend im Gerichtssaal.

Der mittlerweile 19 Jahre alte Täter hatte das Mädchen im März erwürgt. Seit August musste er sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor der Jugendkammer verantworten. Der junge Mann hatte gestanden, das Mädchen im März in einem Parkhaus vergewaltigt und erwürgt zu haben. Das Gericht beurteilte ihn als eingeschränkt schuldfähig. Außerdem wird dem zuletzt in Emden wohnhaften Mann die versuchte Vergewaltigung einer Joggerin im November 2011 vorgeworfen.

Lynchaufrufe gegen einen Unschuldigen

Lena war am 24. März tot in einem Parkhaus gefunden worden. Eine Woche später wurde der Angeklagte nach einem DNA-Spurenabgleich festgenommen. Während des Prozesses ist er aus der Untersuchungshaft in eine psychiatrische Einrichtung verlegt worden.

Der Mord an Lena hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt, auch weil es in Folge zu Lynchaufrufen gekommen war. Nach der Festnahme eines 17-jährigen Verdächtigen, der sich später als unschuldig erwies, hatte sich eine Menschenmenge nachts vor der Polizeiwache versammelt und die Herausgabe des jungen Mannes gefordert. Ein 18-Jähriger, der den Auflauf mit einem Aufruf im sozialen Netzwerk Facebook mit ausgelöst hatte, wurde später zu 14 Tagen Arrest verurteilt.

Außerdem hatte es auf Seiten der Polizei mehrere Ermittlungsfehler gegeben. Der Täter hatte sich Monate vor dem Mord selbst angezeigt, weil er Kinderpornos auf seinen Rechner geladen hatte. Die Ermittler versäumten es jedoch, weiter gegen ihn vorzugehen.

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07.11.2012, 09:45 Uhr

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