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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Mordfall Dennis Zeuge will möglichen Täter gesehen haben

 ·  Neuneinhalb Jahre nach dem Mord an dem Grundschüler Dennis aus Osterholz-Scharmbeck verfolgen die Ermittler eine neue Spur: Gesucht wird ein Mann, der zur Tatzeit mit einem Opel Omega Caravan gesehen wurde.

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Fast zehn Jahre nach dem Mord an dem kleinen Dennis aus dem niedersächsischen Osterholz-Scharmbeck haben die Fahnder eine Spur. Ein Zeuge will in der ersten Septemberwoche 2001 morgens gegen 4.30 Uhr im Bereich Garlstedt (Landkreis Osterholz) in einem Auto Dennis gesehen haben, teilten die Ermittler am Donnerstag in Verden mit. Am Steuer habe ein bulliger Mann mit Brille Anfang 30 gesessen. Er sei mindestens 1,85 Meter groß.Der Täter soll mit einem hellen Opel Omega Caravan gefahren sein.

Auf der Rückbank will der Zeuge einen kleinen Junge mit blonden Haaren gesehen haben. Der Junge, den die Ermittler für Dennis halten, habe ein T-Shirt mit einem Hundemotiv getragen. Die Fahnder schätzen die Angaben des Zeugen als glaubhaft ein. Nach Angaben der Ermittler ist davon auszugehen, dass der Mann Deutscher ist. Er weise einen starken geografischen Bezug zum Nordwesten auf.

Im September 2001 verschwand der neun Jahre alte Dennis aus einem Schullandheim in Wulsbüttel im Kreis Cuxhaven. Nach mehr als zwei Wochen herrschte traurige Gewissheit: Pilzsammler hatten die Leiche eines Kindes gefunden. Das Ergebnis der DNA-Analyse ergab, dass es sich um Dennis handelt. Er wurde erstickt.

Polizei geht von einem Serientäter aus

Die Ermittler gehen von einem Serientäter aus, der seit 1992 vier weitere Jungen getötet und fast 40 sexuell belästigt haben soll: 1992 verschwand ein 13 Jahre alter Junge nachts aus einem Internat im Kreis Rotenburg. Drei Jahre später wurde ein Achtjähriger aus einem Zeltlager bei Schleswig entführt und getötet. 1998 und 2004 kamen Jungen in den Niederlanden und Frankreich auf ähnliche Weise ums Leben. In der Zeit belästigte ein unbekannter Mann rund um Bremen mehr als 40 Jungen sexuell. Dabei drang er immer nachts in Häuser, Zeltlager und Landheime ein, überraschte die Kinder und entkam unerkannt.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler wurde die letzte Tat im April 2004 verübt. Warum danach keine Taten bekannt wurden, konnte die Polizei nicht sagen. Es könne sein, dass sich seine Lebensumstände geändert haben. Eine Besonderheit sei, dass der Mann in geschützte Objekte wie Schullandheime oder Zeltlager eingedrungen sei.

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