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„Lasermann“ : Mordanklage gegen Intensivtäter aus Schweden nach 25 Jahren

  • -Aktualisiert am

Laserman John Ausonius auf einem Foto von 1994 Bild: danapress

In Frankfurt wird auf offener Straße eine Frau erschossen. Die Ermittler haben einen Schweden im Verdacht, der in seiner Heimat zu lebenslanger Haft verurteilt wird.

          Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen den 63 Jahre alten Schweden John Ausonius erhoben. Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, wird ihm heimtückischer Mord aus Habgier vorgeworfen. Er soll vor 25 Jahren im Westend eine Garderobiere getötet und beraubt haben. Ein Termin zur Verhandlung steht noch nicht fest.

          Schon vor der Tat, die Ausonius in der Nacht zum 23. Februar 1992 begangen haben soll, war er in Schweden ein gesuchter Verbrecher: Anfang der Neunziger Jahre schoss er auf elf Menschen mit Migrationshintergrund, teilweise aus unmittelbarer Nähe. Eines seiner Opfer überlebte nicht. Bei einigen Taten nutzte er ein Gewehr mit einem Laserzielgerät, was ihm in der schwedischen Presse den Spitznamen „Lasermann“ einbrachte. 1994 verurteilte ihn ein Gericht in Stockholm wegen Mordes und versuchten Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe.

          Nach den rassistischen Gewalttaten war Ausonius, der eine deutsche Mutter hat, zunächst nach Deutschland geflohen. Im Februar 1992 geriet der damals Achtunddreißigjährige in einem Frankfurter Restaurant mit der 68 Jahre alten Garderobiere in Streit. Er beschuldigte sie, aus der Tasche seines Mantels ein elektronisches Notizbuch gestohlen zu haben. Zeugen sagten aus, Ausonius habe ihr gedroht, er werde wiederkommen, um sie zur Rede zu stellen.

          Einige Tage später wurde der Frau auf dem Heimweg aus unmittelbarer Nähe in den Kopf geschossen, sie war sofort tot. Der Täter stahl ihre Handtasche und floh auf einem Fahrrad. Eindeutige Beweise wie Fingerabdrücke oder DNA-Spuren fanden sich nicht. Allerdings soll die Munition mit jener übereinstimmen, die Ausonius bei seinen Taten in Schweden verwendete.

          Jahrelange weigerte sich der Verdächtige, zu den Vorwürfen auszusagen. Erst während seiner Haft erklärte er sich dazu bereit. Im Dezember 2016 wurde er nach Deutschland ausgeliefert, er sitzt seither in Untersuchungshaft.

          Quelle: dpa

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          Der Angeklagte wurde bereits in Schweden zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Anfang der 90er Jahre hatte er dort auf insgesamt elf Menschen mit Migrationshintergrund geschossen und dabei einen getötet. Beobachter sehen Parallelen zu den Morden der rechtsextremen Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“.

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