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Veröffentlicht: 15.08.2006, 11:20 Uhr

Mord an Internatsschüler Anklage gegen 17jährigen wegen Mordes

Das Motiv: 50 Euro Schulden. Das Verbrechen: Ein 17jähriger Schüler ersticht einen anderen Internatsschüler, während dieser schläft. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage wegen Mordes erhoben.

© dpa/dpaweb Internatsschule Urspring bei Schelklingen: Mord wegen 50 Euro

Die Staatsanwaltschaft Ulm hat im Fall eines ermordeten Internatsschülers Anklage gegen einen 17jährigen erhoben. Der Jugendliche sei dringend verdächtig, den 16 Jahre alten Schüler im Mai im Schlaf überrascht und mit mehreren Messerstichen vorsätzlich umgebracht zu haben, teilte die Behörde mit. Als Motiv für den Mord vermuten die Ermittler Geldschulden in Höhe von rund 50 Euro, die der 16jährige dem Angeklagten nicht zurückgezahlt hatte.

Die Bluttat ereignete sich in einem Wohngebäude der Urspringschule in Schelklingen - einer evangelischen Privatschule mit Gymnasium und Internat. Der 16jährige aus Oberbayern ging dort in die zehnte Klasse und lebte in einer Wohngruppe. Der Angeklagte eritreischer Staatsangehörigkeit war externer Schüler auf Probe, nachdem er von zwei Ulmer Schulen verwiesen worden war. Er ist laut Staatsanwaltschaft wegen Diebstahls mit Waffen sowie Nötigung und gefährlicher Körperverletzung vorbestraft und stand zur Tatzeit unter Bewährung.

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Tat angekündigt

Die Leiche des 16jährigen war blutüberströmt vor dem Wohngebäude entdeckt worden. Der Junge hatte sich nach der Tat mit schwersten Verletzungen dort hingeschleppt und war dann tot zusammengebrochen. Der 17jährige wurde zwei Tage nach dem Verbrechen festgenommen. Den Angaben zufolge machte er bislang keine Angaben zu dem Vorwurf. Zeugen soll er die Tat jedoch angekündigt haben.

Die Staatsanwaltschaft geht vom Mordmerkmal der Heimtücke aus, da das Opfer im Schlaf attackiert wurde. Dem Angeklagten droht damit eine Jugendstrafe bis zu zehn Jahren. Wann der Prozeß vor dem Landgericht Ulm stattfindet, stand noch nicht fest.

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