22.08.2008 · Profiler suchen nach psychologischen Eigenschaften von Michelles Mörder. Mit 10.000 Euro will die Polizei Hinweise, die zum Täter führen, belohnen. Details zum Mord will die Polizei aus taktischen Gründen nicht preisgeben.
Die Leipziger Polizei will 10.000 Euro Belohnung für Hinweise aussetzen, die zum Mörder der achtjährigen Michelle führen. Das kündigte Polizeisprecherin Jana Kindt am Freitag an. Derzeit würden weiterhin viele Hinweise aus der Bevölkerung ausgewertet. „Eine heiße Spur gibt es aber nicht“, sagte Kindt. Inzwischen sei der Teich, in dem das Mädchen gefunden wurde, leer gepumpt und werde bis zum Abend abgesucht.
Unter den knapp 180 Mitgliedern der Sonderkommission „Michelle“ sind auch sogenannte Profiler - Fallanalysten der Polizei - die anhand der Spuren, des Fundortes und des Zustandes der Leiche psychologische Eigenschaften des Täters erkennen sollen. Polizeisprecherin Jana Kindt sagte, die Frage sei: „Was ist das für ein Mensch? Welche Bildung hat er genossen, in welchem Umfeld lebt er?“
Kein „Täterwissen“ freigeben
Gezielt hält die Polizei Erkenntnisse über die Gewalttat geheim. Je weniger der Täter wisse, welche Informationen die Polizei bisher habe, umso eher werde er einen Fehler machen, erklärte ein Beamter die Strategie. Die Polizei teilte daher auch nicht mit, ob bei der Tat sexueller Missbrauch eine Rolle gespielt hatte. Offen blieb zudem, wann und wie Michelle getötet wurde.
Nachdem die Leiche der vermissten Michelle aus Leipzig gefunden wurde, konzentriert sich die Polizei jetzt auf die Fahndung nach dem Täter. Die Sonderkommission wurde umgebaut und ihre Mitgliederzahl auf knapp 180 erhöht, sagte Landespolizeipräsident Bernd Merbitz in Leipzig. Mit allen Mitteln und der Hilfe von Kriminalpolizisten und Experten für Gewaltverbrechen von auswärts werde nun nach dem Täter gefahndet.
Großaufgebot der Polizei
Die Eltern des Kindes haben ihre Tochter nach Angaben der Polizei bisher nicht identifiziert. Ob sie das tun werden, sei ganz allein ihre Entscheidung, sagte Strobl. Es handele sich bei der Leiche „nach menschlichem Ermessen“ aber um Michelle. Das zeigten die zahlreichen Übereinstimmungen bei Kleidung und sonstiger Beschreibung. Juristisch gebe es aber erst Sicherheit, wenn eine DNA-Probe vorliege. Michelles Familie befindet sich derzeit nicht in Leipzig, hieß es.
Michelle war am Montagnachmittag auf dem Heimweg nach der Ferienbetreuung in ihrer Schule verschwunden - nur wenige Gehminuten von ihrem Zuhause im Ostteil Leipzigs entfernt. Die Polizei suchte drei Tage lang mit einem Großaufgebot an Beamten, Hunden, Pferdestaffeln und einem Hubschrauber. Rund 180 leerstehende Häuser oder Fabrikgebäude waren durchsucht, 1400 Nachbarn befragt worden.
Den entscheidenden Hinweis auf die Leiche im Stadtteil Stötteritz hatte am Donnerstagmittag gegen 12.30 Uhr ein Spaziergänger gegeben. Daraufhin waren der Teich und das umliegende Gelände im Stötteritzer Wäldchen großräumig abgesperrt worden. Bevor der leblose Körper geborgen werden konnte, hatten Spezialisten der Kriminalpolizei mehrere Stunden lang Spuren gesichert und die Umgebung abgesucht.
Wenn das stimmt,
resi mayer (kimwales)
- 21.08.2008, 20:28 Uhr
Bleibt immer noch die Frage
resi mayer (kimwales)
- 22.08.2008, 18:50 Uhr
Vielleicht gefangen...
Johanna Geisel (Jea.nne)
- 22.08.2008, 21:27 Uhr