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Mexiko 22 Menschen sterben bei Gefängnisrevolte

 ·  Gefangene verlassen nachts die Haftanstalt, um mit Drogen zu handeln. Früher haben sie auch schon auf einer Party gemordet, weshalb die Direktorin selbst in Haft kam. Nun kam es im Gefängnis Gómez Palacio zu einer tödlichen Revolte.

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In einem Gefängnis in Mexiko sind 22 Menschen beim Versuch eines Massenausbruchs und einer anschließenden Revolte ums Leben gekommen. Bei den Toten handelt es sich um 13 Insassen und neun Wärter der Haftanstalt Gómez Palacio im nördlichen Bundesstaat Durango, wie die Sicherheitsbehörden am Mittwoch über Twitter mitteilten.


Die Häftlinge hatten nach Angaben des Sicherheitssekretärs von Durango Jesús Rosso Holguín am Dienstagabend (Ortszeit) versucht, durch mehrere Tunnel und über eine Mauer zu entkommen. Eine Gruppe Gefangener habe auf die Wachleute geschossen, die selbst keine Feuerwaffen trugen. Soldaten halfen dabei, den Aufstand unter Kontrolle zu bekommen. Dass Gefangene an Waffen gelangen, ist in Mexiko keine Seltenheit. Meistens werden sie mit Hilfe korrupter Vollzugsbeamter eingeschmuggelt.

Das Gefängnis von Gómez Palacio, knapp 1000 Kilometer nördlich von Mexiko-Stadt gelegen, ist für Gewaltausbrüche berüchtigt. Zuletzt starben im Januar 2011 bei Ausschreitungen zwischen Insassen elf Menschen.

Erst am vergangenen Sonntag waren 137 der Häftlinge von dort in andere Gefängnisse Mexikos verlegt worden. Zuvor war bekanntgeworden, dass Insassen mit Wissen der Wachleute nachts die Haftanstalt verließen, etwa um Drogengeschäften nachzugehen. 2010 hatten Gefangene eine Party in der Umgebung überfallen und 17 Menschen getötet. Die damalige Gefängnisleiterin wurde in Haft gesetzt.

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