http://www.faz.net/-gum-7572m
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 19.12.2012, 18:25 Uhr

Mexiko 22 Menschen sterben bei Gefängnisrevolte

Gefangene verlassen nachts die Haftanstalt, um mit Drogen zu handeln. Früher haben sie auch schon auf einer Party gemordet, weshalb die Direktorin selbst in Haft kam. Nun kam es im Gefängnis Gómez Palacio zu einer tödlichen Revolte.

In einem Gefängnis in Mexiko sind 22 Menschen beim Versuch eines Massenausbruchs und einer anschließenden Revolte ums Leben gekommen. Bei den Toten handelt es sich um 13 Insassen und neun Wärter der Haftanstalt Gómez Palacio im nördlichen Bundesstaat Durango, wie die Sicherheitsbehörden am Mittwoch über Twitter mitteilten.


Die Häftlinge hatten nach Angaben des Sicherheitssekretärs von Durango Jesús Rosso Holguín am Dienstagabend (Ortszeit) versucht, durch mehrere Tunnel und über eine Mauer zu entkommen. Eine Gruppe Gefangener habe auf die Wachleute geschossen, die selbst keine Feuerwaffen trugen. Soldaten halfen dabei, den Aufstand unter Kontrolle zu bekommen. Dass Gefangene an Waffen gelangen, ist in Mexiko keine Seltenheit. Meistens werden sie mit Hilfe korrupter Vollzugsbeamter eingeschmuggelt.

Das Gefängnis von Gómez Palacio, knapp 1000 Kilometer nördlich von Mexiko-Stadt gelegen, ist für Gewaltausbrüche berüchtigt. Zuletzt starben im Januar 2011 bei Ausschreitungen zwischen Insassen elf Menschen.

Erst am vergangenen Sonntag waren 137 der Häftlinge von dort in andere Gefängnisse Mexikos verlegt worden. Zuvor war bekanntgeworden, dass Insassen mit Wissen der Wachleute nachts die Haftanstalt verließen, etwa um Drogengeschäften nachzugehen. 2010 hatten Gefangene eine Party in der Umgebung überfallen und 17 Menschen getötet. Die damalige Gefängnisleiterin wurde in Haft gesetzt.

Quelle: DPA

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Frankfurter Zeitung 21.07.1916 Im deutschen Hospital zu Alexandrien

Abgestumpft gegen Blut und Wunden, nicht aber gegen die Schmerzen der Verwundeten – Alltag in den Hospitälern. Wie es in einem deutschen Hospital in Alexandrien zugeht, berichtet die Frankfurter Zeitung am 21. Juli 1916. Mehr

21.07.2016, 00:00 Uhr | Politik
Waffengewalt Tote nach Schießerei in amerikanischem Nachtclub

In Fort Myers im Bundesstaat Florida sind mehrere Menschen durch Schüsse getötet oder verletzt worden. Sie hielten sich nachts vor und in einem Club bei einer Party für junge Menschen auf. Mehr

25.07.2016, 17:26 Uhr | Gesellschaft
Judo Hinfallen und wieder aufstehen

Charakterschule Judo: Der Sport schult den Körper und das Durchhaltevermögen. Nicht nur Alina Böhm hat es im Judozentrum Heubach weit gebracht. Mehr Von Emily Dennochweiler, Rosenstein-Gymnasium, Heubach

22.07.2016, 16:14 Uhr | Gesellschaft
Reutlingen Mann tötet Frau mit Machete und verletzt weitere Menschen

Am Sonntagnachmittag hat ein 21 Jahre alter Mann in Reutlingen eine Frau getötet. Anschließend verletzte der mutmaßliche Täter weitere Menschen mit dem Messer, wurde jedoch nach kurzer Zeit von der Polizei festgenommen. Erste Ermittlungsergebnisse deuten auf eine Beziehungstat hin. Mehr

25.07.2016, 13:31 Uhr | Gesellschaft
Streit unter Republikanern Teds Gefecht

Vor dem großen Finale des Nominierungsparteitags der Republikaner versucht Trumps Vorwahl-Rivale Ted Cruz noch einmal, die Party zu stören. Und verfolgt wohl langfristigere Ziele. Mehr Von Simon Riesche, Cleveland

21.07.2016, 07:16 Uhr | Politik

AfD-Vorsitzende Frauke Petry ist geschieden

Frauke Petry hat sich auch offiziell von ihrem Ex-Mann getrennt, Andrea Berg muss wegen ihrer Verbrennungen weiter behandelt werden, und Amber Heard hat sich einen millionenschweren Unternehmer geangelt – der Smalltalk. Mehr 10

Frankfurter Allgemeine Stil auf Facebook
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden