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Zwei Tote bei Messerattacke : „Islamischer Staat“ reklamiert Terrorangriff in Melbourne für sich

  • Aktualisiert am

Der ausgebrannte Wagen in der Melbourner Innenstadt. Bild: Reuters

In Melbourne geht ein Messerstecher auf andere Menschen los. Ein Mann wird getötet, mehrere werden verletzt. Die Terror-Miliz „Islamischer Staat“ reklamiert den Angriff nun für sich.

          Die Dschihadistenmiliiz „Islamischer Staat“ (IS) hat den tödlichen Messerangriff in Melbourne für sich reklamiert. In einer am Freitag von dem IS-Propaganda-Sprachrohr Amaq verbreiteten Erklärung hieß es, der Täter sei ein IS-Kämpfer gewesen und habe auf Staatsbürger der gegen den IS kämpfenden Länder gezielt.

          Nach Angaben der Polizei ging ein Mann kurz nach Büroschluss am Freitagnachmittag (Ortszeit) mit einem Messer auf Passanten und dann auch auf Polizisten los. Dabei verletzte er einen Mann tödlich, zwei weitere Menschen kamen mit Verletzungen davon. Der Angreifer selbst wurde dann von der Polizei niedergeschossen und starb kurze Zeit später im Krankenhaus.

          „Wir behandeln das jetzt als einen terroristischen Vorfall“, sagte Polizeichef Graham Ashton am Freitag. Der mutmaßliche Täter, der zuvor in Melbourne mit einen Messer einen Menschen getötet und zwei weitere verletzt hatte, sei der Polizei seit längerem bekannt.

          Bei dem Messerangriff in der Innenstadt der australischen Millionenmetropole war zuvor mindestens ein Mensch getötet worden. Die australische Nachrichtenagentur AAP veröffentlichte ein Foto, das eine Leiche zeigt. Vermutet wird, dass er zuvor ein Auto in Brand gesetzt hatte.

          Auf einem Handy-Video ist zu sehen, wie der Mann mit einem Messer auf mehrere Beamte in Uniform losging. Augenzeugen berichteten von mehreren Explosionen. Die genauen Hintergründe waren zunächst unklar. Die Gegend rund um das ausgebrannte Auto wurde weiträumig abgesperrt.

          Nach Angaben der Polizei würden mindestens drei Menschen wegen Stichverletzungen behandelt. „Die genauen Umstände müssen noch geklärt werden“, hieß es in einer Mitteilung der Polizei.

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