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Angaben der Clinton-Stiftung : Mehr als 4000 Häftlinge aus Gefängnis im Kongo geflohen?

Makala-Gefängnis 2013: Am Mittwoch wurde die Haftanstalt angegriffen. Bild: AFP

Die Mitglieder einer christlichen Sekte haben das größte Gefängnis im Kongo angegriffen, um ihren Anführer zu befreien. Offenbar sind dabei Tausende Häftlinge entkommen.

          Bei der gewaltsamen Befreiung eines Sektenführers aus einem Gefängnis in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa sind am vergangenen Mittwoch nicht 50 Insassen geflüchtet, wie die kongolesischen Behörden behauptet hatten, sondern mutmaßlich mehr als 4000 Gefangene. Das behaupten örtliche Medien und internationale Hilfsorganisationen nach Inaugenscheinnahme des Makala-Gefängnisses. Sollte die Zahl zutreffen, wäre bei der spektakulären Massenflucht nahezu die Hälfte aller Insassen entwichen. Regierungssprecher Lambert Mende wollte die Zahlen am Freitag nicht kommentieren.

          Thomas Scheen †

          Politischer Korrespondent für Afrika mit Sitz in Nairobi.

          Die Haftanstalt Makala stammt noch aus der belgischen Kolonialzeit und war ursprünglich für 3000 Gefangene ausgelegt. Mittlerweile sitzen dort bis zu 8000 Menschen bei extrem laschen Sicherheitsvorkehrungen ein. Die Befreiungsaktion vom Mittwoch hatte dem Parlamentsabgeordneten und Anführer der Sekte Bundi dia Kongo, Ne Muanda Nsemi, gegolten. Nsemi lehnt den kongolesischen Staat ab und fordert die Wiedereinführung eines präkolonialen Königreiches in Kongo. Vom ihm fehlt wie von nahezu allen Geflohenen bislang jede Spur.

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