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Marco W. bleibt im Gefängnis Gericht lehnt Haftbeschwerde ab

 ·  Immer noch keine Entscheidung im Fall Marco W.: Der 17 Jahre alte Schüler muss weiterhin in türkischer Haft bleiben. „Die Haftbeschwerde ist vom Gericht abgelehnt worden, es gibt aber noch keine Begründung“, sagte Marcos Anwalt Michael Nagel.

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Karin Sporkmann

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Diese Aktion sagt alles aus und man kann sich gut informieren!!!!

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egon soppe
egon soppe (egonsoppe) - 15.10.2007 14:23 Uhr

Türkeis Größe - lange her

Man könnte jetzt erzählen über die vergangene Größe des osmanischen Reiches aber wozu - es ist lange her. Die Erben haben das alles verspielt. Ein Etwicklungsland auf dem Stand einer Bananenrepubik. Technisch und rechtlich unterentwickelt. Und um Stärke zu zeigen wird auch noch ein jugendlicher gequält. Und dieses heruntergekommene Land soll die EU noch aufpäppeln? Das ist abzulehnen.
Und den Urlaubern sei empfohlen, diesen Staat zu meiden denn bei der Rechtsunsicherheit kann es morgen jedem passieren, daß er eingekerkert wird.

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Frank Haase
Frank Haase (F.Haase) - 15.10.2007 12:56 Uhr

Marco W. bleibt im Gefängnis

Man mag es kaum glauben, aber so ein Land will in die EU. In der Türkei ist die Justizia nur auf einem Auge blind. Ob Marcel nun schuldig oder nicht schuldig ist, es gibt Kinderschänder die werden besser behandelt. Dieses Verfahren, hat nichts mehr damit zu jemandem einer Straftat zu überführen,sondern ist nur eine Antwort auf die EU debatte.
Da kann man mal wieder sehen, wie die Türkei, wg. mangelnder Kompetenz einen Demokratischen Staat zu bilden, ihren frust kompensiert.
Ich bin froh das die Türkei noch nicht in der EU drin ist und das soll auch lange so bleiben.

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Kersten Meier
Kersten Meier (K.Meier) - 13.10.2007 20:08 Uhr

@ Emre Ertürk

>>Mich wundern eigentlich nur die Aussagen der Anwälte. Das was die verbreiten, ist Bildzeitungs-Niveau.<<

Fein, dass Sie das auch so sehen.
Nur ist komischerweise der Nebenklageanwalt Ömer Aycan der einzige Anwalt, der -rechtswiedrig- aus den realen und zusätzlich noch aus erfundenen Prozeßakten zitiert und damit die Presse füttert.

>>Vielleicht sollten Marcos Eltern lieber mal türkische Anwälte engagieren. (...) <<

Mal besser informieren:
Marco hat einen türkischen Anwalt: den istanbuler Strafverteidiger Mehmet Iplikcioglu, der mit den dt.Kollegen eng zusammen arbeitet.

>>Und was die Entscheidung des Gerichtes betrifft, so ist das absolut richtig! Wir haben es hier mit einem möglichen Fall von Kindes-Mißbrauch zu tun. Das ist kein Kaschperle-Theater!!!<<

Scheinbar aber doch, oder warum wird das Rechtshilfeersuchen erst nach dem Richterurlaub gestellt ?


>>Für viele Deutsche haben Ausländer-Kinder offenbar nicht die gleichen Rechte wie deutsche Kinder. Anders kann ich mir diese Lasst-Marco-sofort-frei-Hysterie nicht erklären<<

Dito !
Aber viele Menschen sehen eben den Menschen Marco und nicht seine Nationalität. Oder woher kommt sonst soviel Unterstützung vor Marco auch aus dem Ausland ?

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Harry LeRoy
Harry LeRoy (Cimon) - 13.10.2007 18:21 Uhr

summum ius, summa iniuria

Zum Fall selbst kann ich nichts sagen, da dieser in der Tat in die Hände einer unabhängigen und unvoreingenommen Justiz gehört; allerdings wurde der Angeklagte in einem Land vor Gericht gestellt, in dem man eine solche Justiz nicht einmal vom Hörensagen kennt, geschweige denn will.

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Henrich Tiessen

Skandal

Der Skandal liegt darin, dass immer noch keine Aussage des angeblich vergewaltigten Mädchens vorliegt. Wenn ein so schwerer Vorwurf wie der einer Vergewaltigung erhoben wird, dann muss doch das Opfer so schnell wie möglich aussagen.
Es spottet doch jeder Rechtsstaatlichkeit, wenn ein angeblicher Täter über Monate im Gefängnis festgehalten und seiner Lebensmöglichkeiten beraubt wird, nur weil das angebliche Opfer nicht aussagt.
Auf die Weise kann ein möglicherweise Unschuldiger beliebig lange im Gefängnis festgehalten werden. Nebenbei: Auch in Deutschland müsste sich Marco einem Gerichtsverfahren stellen. Warum entlässt man ihn daher nicht nach Deutschland?
Henrich Tiessen

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Emre Ertürk
Emre Ertürk (HSCD) - 08.10.2007 17:15 Uhr

Selbstverständlich in Haft

Mich wundern eigentlich nur die Aussagen der Anwälte. Das was die verbreiten, ist Bildzeitungs-Niveau.
Dazu paßt, daß sich Marcos deutsche Anwälte (letze Woche waren es noch vier!) gegenseitig der Lüge bezichtigten. Jetzt wurden zwei von ihnen gefeuert.

Vielleicht sollten Marcos Eltern lieber mal türkische Anwälte engagieren. Ich finde es doch äußerst merkwürdig, daß ein deutscher Anwalt (von Deutschland aus) sich mit türk. Gesetzen herumschlägt, die er (1.) wegen der Sprache nicht versteht und (2.) die anders sind als in seinem Land.

(...)

Und was die Entscheidung des Gerichtes betrifft, so ist das absolut richtig! Wir haben es hier mit einem möglichen Fall von Kindes-Mißbrauch zu tun. Das ist kein Kaschperle-Theater!!!

Für viele Deutsche haben Ausländer-Kinder offenbar nicht die gleichen Rechte wie deutsche Kinder. Anders kann ich mir diese Lasst-Marco-sofort-frei-Hysterie nicht erklären.

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Bananenrepublik

Und so etwas will in die EU, mit einem Rechtssystem, dass mittelalterlich ist. Wenn nun alle Deutschen für ein halbes Jahr nicht in der Türkei Urlaub machen würden, wäre der Junge schon längst wieder zu hause.
Persönlich hoffe ich, dass die Türkei nie in die EU aufgenommen wird.

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Michael Meier
Michael Meier (never1) - 08.10.2007 15:41 Uhr

Rechtsstaat Türkei???

Man mochte die türkischen Richter zu Beginn des Verfahrens noch verstehen, wenn sie, sicher auch aus letztendlich lächerlich nationalistischen und sicher persönlichkeitsstrukturbedingten Problemen, keinerlei Entgegenkommen zeigten. Mittlerweile liegt dem Gericht nach 6 Monaten neben massiv entlastenden Aussagen noch keine Aussage der 13jährigen vor (...).
Die vermeintlich unbeeinflußbar sein wollende türk. Justiz steht vor einem Gesichtsverlust, wenn sie Marco nach so langer Zeit freiläßt. Das ist m.E. das größte psycholog. Problem neben den Folgen für Marco W. und dessen Familie. Eingesperrt gehört wg. Falschaussage die 13jährige nebst Mutter.

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Dirk Bremer

Populistischer und politischer Affront

Auf die gestrige Intervention des EU-Beitrittskommissars muss diese vorerst unbegründete Entscheidung wie eine schallende Ohrfeige wirken. Damit reagiert das Gericht in Antalya offenbar nur noch auf die zunehmende Politisierung dieses Strafverfahrens. Je ausgeprägter die öffentliche Empörung und je intensiver sich Marco`s Anwälte unter Ausschöpfung aller rechtsstaatlichen Instrumente um eine Verkürzung bzw. Beschleunigung des Vefahrens bemühen und damit den sich erkennbar reduzierenden Entscheidungsspielraum für eine Fortsetzung der U-Haft problematisieren, umso unnachgiebiger und isolatorischer werden die Entscheidungen des Gerichts. Auf jeden Fall dürfte Brüssel dieses Verfahren mittlerweile mit großer Aufmerksamkeit beobachten. Die britische Hauptbelastungszeugin täte gut daran, endlich ihre Aussage vor dem Gericht in Antalya zu machen. Vor allem aber das Gericht selbst zeigt hieran kein erkennbares Interesse. Humanistisch erklärbar ist das nicht. So lässt sich dieses unwürdige Schauspiel auch nur noch als rauschendes Fest von Antigermanismus und Germanophobie abwerten.

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