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Mannheim Neue DNA-Spur von Heilbronner Polizistenmörderin

07.02.2009 ·  Ermittler haben in Mannheim eine weitere Spur der mysteriösen Mörderin einer Heilbronner Polizistin gefunden. Die DNA-Spur, die in einem Mehrfamilienhaus sichergestellt wurde, ist bereits die 39. Spur der unbekannten weiblichen Person, die trotz Dutzender Hinweise bislang nicht ausfindig gemacht werden konnte. Die Polizei hofft nun auf eine neue Chance.

Von Rüdiger Soldt, Stuttgart
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Die Sonderkommission zur Aufklärung des Heilbronner Polizistenmords hat in einem Mannheimer Mehrfamilienhaus eine weitere DNA-Spur der immer noch nicht identifizierten, mutmaßlichen Täterin gefunden. Es ist die 39. DNA-Spur, die von der Polizei entdeckt wurde. Die Polizei fand die Spur an der Wohnungstür eines 29 Jahre alten Serben im Mannheimer Stadtteil Neckarstadt. Der Mann war mit einem 36 Jahre alten Russlanddeutschen in einen Streit geraten. Aller Wahrscheinlichkeit nach war die mutmaßliche Polizistenmörderin, die auch das „Phantom“ oder die „unbekannte weibliche Person (uwP) genannt wird, an diesem Streit jedoch nicht beteiligt. Vermutlich hat sich das „Phantom“ zu einem anderen Zeitpunkt in der Wohnung aufgehalten.

Das Alter von DNA-Spuren können Mikrobiologen nicht bestimmen. Der Mannheimer Stadtteil Neckarstadt liegt in der Nähe des Industriehafens und gilt als sozialer Brennpunkt; viele Bewohner sind Einwanderer. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die Aussagen zum Aufenthalt der Täterin machen können. Die Bewohner des Mehrfamilienhauses mussten Speichelproben abgeben. „Wenn sich die unbekannte weibliche Person in der Wohnung des 29 Jahre alten Mannes aufgehalten hat, ist sie vielleicht auch von anderen Bewohnern im Haus gesehen worden. Mit der Erhebung der Speichelproben wollen wir sicherstellen, dass die DNA zu keinem der Bewohner gehört“, sagte Frank Huber, Leiter der Heilbronner Sonderkommission „Parkplatz“, am Freitagabend.

300.000 Euro Belohnung

Auf die Ermittlung der Täterin hat die Polizei eine Belohnung in Höhe von 300.000 Euro ausgesetzt. Seit der brutalen Ermordung der Polizistin Michèle Kiesewetter auf dem Parkplatz an der Heilbronner Theresienwiese am 25. April 2007 haben die Sonderkommissionen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Österreich und zeitweise dem Saarland an insgesamt 39 Tatorten genetische Fingerabdrücke des Phantoms gefunden.

Die älteste DNA-Spur des Phantoms stammt vom Mai 1993. Doch das Auffinden einer genetischen Spur sagt der Polizei noch wenig darüber aus, ob und in welchem Umfang die möglicherweise als Mann verkleidete Frau an der Tat beteiligt gewesen sein könnte. So waren DNA-Spuren auch in einem alten Ford in Rheinland-Pfalz gefunden worden, der bei der Ermordung von drei georgischen Autohändlern, an der ein ehemaliger V-Mann des Landesverfassungsschutzes beteiligt gewesen sein soll, eine Rolle gespielt hat. Doch das „Phantom“ hat mit dieser Tat vermutlich nichts zu tun. Sicher ist nur: Die geheimnisvolle Täterin muss in oder an dem Fahrzeug irgendwann Speichelreste, Haare, Hautschuppen, Blut oder andere Körpersekrete hinterlassen haben.

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Jahrgang 1966, politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

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