09.09.2008 · Eine 28-jährige Amerikanerin, die ihr Baby in einer Mikrowelle verbrannt hat, wird den Rest ihres Lebens hinter Gittern verbringen. Eine Zellennachbarin der Frau hatte behauptet, die Mutter habe ihr die Tat gestanden. „Das Kind hat genau in die Mikrowelle gepasst“, soll die Verurteilte gesagt haben.
Eine 28-jährige Amerikanerin, die ihr Baby in einer Mikrowelle verbrannt hat, wird den Rest ihres Lebens hinter Gittern verbringen. Das entschied ein Geschworenengericht in Dayton (Bundesstaat Ohio) am Montag (Ortszeit). Danach kann die junge Frau nicht darauf hoffen, jemals auf Bewährung freigelassen zu werden. „Es gibt keine Worte, die diese abscheuliche Gräueltat beschreiben, zitierte die „Dayton Daily News“ die Richterin. Dies sei eine Tat, die jedes menschliche und moralische Verständnis übersteige.
Der Anklage zufolge hatte die Mutter vor drei Jahren ihre erst vier Wochen alte Tochter in die Mikrowelle gelegt, das Gerät eingeschaltet und dann das Haus verlassen. Die Frau selbst hatte sich für unschuldig erklärt, weil sie zur Tatzeit unzurechnungsfähig gewesen sei. Sie sei betrunken gewesen und habe sich zudem mit ihrem Lebensgefährten, dem Vater des Kindes, heftig gestritten.
„Das Kind hat genau in die Mikrowelle gepasst“
Die Geschworenen folgten ihrer Darstellung nicht und sprachen die Angeklagte am vergangenen Donnerstag schuldig. Sie stützten sich dabei hauptsächlich auf die Aussagen einer Zellennachbarin der Frau. Diese hatte behauptet, die Mutter habe ihr die Tat gestanden. „Das Kind hat genau in die Mikrowelle gepasst“, soll die Verurteilte gesagt haben.
Die Todesstrafe blieb der Angeklagten erspart, weil die Geschworenen sich nicht einstimmig darauf verständigen konnten, wie es das Gesetz vorschreibt.