11.10.2007 · Ein Münchner Schwurgericht gab dem 36-jährigen Iraker, der den brutalen Mord an seiner geschiedenen Frau mit seiner verletzten Ehre rechtfertigen wollte, keinen Bonus wegen seines kulturellen Hintergrundes. Er muss lebenslang ins Gefängnis.
Weil er seine gerade von ihm geschiedene Frau niedergestochen und bei lebendigem Leib verbrannt hat, ist ein Iraker in München zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe wegen Mordes verurteilt worden. Das Schwurgericht stellte am Donnerstag die besondere Schwere der Schuld fest und schloss damit eine Haftentlassung nach 15 Jahren aus. Der Mann hatte sich in seinem Schlusswort des sogenannten „Ehrenmordes“ gebrüstet, die er im Einklang mit der Familie seiner Frau ausgeführt habe.
Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger hatte ebenfalls Lebenslang gefordert, wegen des kulturellen Hintergrunds aber keine besondere Schwere der Schuld gesehen. M. hatte seiner Frau vor einem Jahr unmittelbar nach der Scheidung in Garching im Norden Münchens aufgelauert. Auf offener Straße stach er zwölf Mal im Kopf- und Oberkörperbereich auf sie ein. Als die verletzte Frau flüchten wollte, übergoss ihr Ex-Mann sie mit Benzin und zündete sie an. Obwohl Zeugen die Frau noch zu retten versuchten, starb sie kurz darauf im Krankenhaus. Das schreckliche Geschehen musste der 5-jährige Sohn des Opfers mitansehen.
Arrangierte Ehe des Paares
Das 24-jährige Opfer stammte genau wie ihr Mann aus dem Irak. Es handelte sich um eine noch im Heimatland der beiden arrangierte Ehe des Paares, das bald darauf nach Deutschland zog. Nach zahlreichen tätlichen Angriffen ihres Mannes ließ seine Frau ihn im September 2005 von der Polizei aus der gemeinsamen Wohnung werfen und erreichte später vor Gericht auch eine Kontaktsperre.
Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) begrüßte das Urteil. „Wer deutlich macht, dass er einer Frau, die ihre eigenen Wege gehen möchte, das Recht auf Leben abspricht, wer die psychischen Verletzungen, die ein gemeinsames Kind erlitten hat, ignoriert, wer schließlich erklärt, er sei froh, die Tat begangen zu haben, wer also unsere fundamentalen Werte missachtet, den kann unsere Rechtsgemeinschaft nicht dulden“, betonte Merk in einer Pressemitteilung. Bei einer solchen Einstellung seien alle Integrationsbemühungen an ihrer Grenze angekommen.
verantwortungsloser Verteidiger
Tina Lieber (TinaLieber)
- 11.10.2007, 15:36 Uhr
Einwanderungsgesetze sind verantwortlich
Clemens Joansen (ClemensJoansen)
- 11.10.2007, 17:51 Uhr
Pfui Teufel, Herr Anwalt!
Thomas Schmitt (redfish)
- 11.10.2007, 18:36 Uhr
Absoluter Stuß!!!
Hartmut Schliefkowitz (Kapau2007)
- 11.10.2007, 20:07 Uhr
Züchtigungsrecht des Mannes im Islam
Barbara Traphan (literaturort)
- 11.10.2007, 22:07 Uhr