Home
http://www.faz.net/-gus-x2f4
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kunstraub in Brasilien Zwei Picassos aus Museum gestohlen

 ·  Am helllichten Tag haben drei bewaffnete Männer im Museum Estação Pinacoteca in Sao Paolo die Wachen überwältigt und vier Gemälde im Wert von insgesamt 400.000 Euro entwendet. Die Täter konnten unerkannt entkommen.

Artikel Bilder (6) Video (1) Lesermeinungen (1)

Unbekannte haben aus einem Museum in Brasilien zwei Werke von Pablo Picasso und je ein Bild der brasilianischen Maler Lasar Segall und Di Cavalcanti gestohlen. Der Kunstraub geschah nach Medienberichten am Donnerstag im Museum Estação Pinacoteca im Zentrum der Wirtschaftsmetropole São Paulo.

Die vier verschwundenen Werke hätten ein Gesamtwerk von rund einer Million Real (umgerechnet etwa 400.000 Euro), teilte die Museumsleitung mit. Die Bilder wurden nach Polizei-Angaben zur Mittagszeit (Ortszeit) gestohlen. Drei bewaffnete Männer hätten im zweiten Stock des Museums mehrere Angestellte überwältigt, hieß es. Niemand sei verletzt worden. Es gebe vorerst keine Spur von den Tätern, die unerkannt entkommen seien. In allen Räumen des Museums gebe es allerdings Sicherheitskameras, deren Aufnahmen nun ausgewertet würden.

Zweiter schwerer Raub innerhalb eines halben Jahres

Bei den gestohlenen Picasso-Werken handelt es sich um die Gravuren „Der Maler und sein Modell“ von 1963 sowie „Minotaurus, Trinker und Frauen“ von 1933. Außerdem wurden die Bilder „Mulheres na janela“ (1926/Frauen am Fenster) von Di Cavalcanti und „Casal“ (1919/Pärchen) von Segall gestohlen. Alle Werke gehörten der Stiftung „Fundação Nemirovsky“ und seien versichert, hieß es.

Erst am 20. Dezember war aus dem größten Museum Lateinamerikas, dem „Museu de Arte de São Paulo“ (MASP) ein Bild von Picasso entwendet worden. Das etwa 3,5 Millionen Euro teure Gemälde wurde aber am 8. Januar zusammen mit einem Werk des brasilianischen Malers Candido Portinari unversehrt wiederbeschafft. Bei Picassos „Portrait de Suzanne Bloch“ (1904) und Portinaris auf vier Millionen Euro geschätztes „O Lavrador de Cafe“ (1939) handelt es sich um zwei der wertvollsten Werke des MASP.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Lesermeinungen zu diesem Artikel (1)
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel