Einen mehr als 700 Meter langen Tunnel, durch den offenbar Rauschgift geschmuggelt wurde, haben Rauschgiftfahnder an der Grenze zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten entdeckt.
Der Tunnel, der über Elektrizität und ein Lüftungssystem verfügt, verbindet ein Lagerhaus in der mexikanischen Grenzstadt Tijuana und ein stillgelegtes Lagerhaus in der Nähe des amerikanischen Grenzübergangs Otay Mesa.
Schmuggel von Menschen
Mexikanische Ermittler teilten mit, sie hätten in dem Lagerhaus in Tijuana rund zwei Tonnen Marihuana gefunden. Ein Sprecher der amerikanischen Zoll- und Einwanderungsbehörde in San Diego sagte, bei dem Durchgang handle es sich um den längsten von 21 Tunnels, die dank schärferer Kontrollen in der Grenzregion seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 entdeckt worden seien.
Der Sprecher sagte, die unterirdischen Passagen würden nicht nur zum Rauschgiftschmuggel, sondern auch zum Schmuggel von Menschen und Waffen benutzt. Anfang des Monats hätten Fahnder einen knapp zehn Meter langen Tunnel entdeckt, durch den Mexikaner versucht hätten, in die Vereinigten Staaten zu gelangen. Den illegalen Einwandern sei die Flucht zurück nach Mexiko gelungen.