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Köln Razzia bei der GEZ: Bordellbesuche gegen Aufträge

In einer Großrazzia hat die Staatsanwaltschaft Wuppertal die GEZ in Köln durchsucht. Es bestehe der Verdacht, dass ein Verkäufer einer Wuppertaler Computerfirma Mitarbeiter mit Bordellbesuchen, Bargeld und Restaurantbesuchen bestochen habe.

© picture-alliance / dpa Das Verwaltungsgebäude der GEZ in Köln

Wegen des Verdachts der Bestechlichkeit hat die Staatsanwaltschaft Wuppertal am Dienstag die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) in Köln durchsucht. Staatsanwalt Alfons Grevener sagte, der Chefeinkäufer und andere „Leute von Rang und Namen“ hätten sich offenbar mit Besuchen in Bordellen und Spitzenrestaurants, bei Formel-1-Rennen und Spielen der Fußball-Bundesliga bestechen lassen.

Auch Geld sei geflossen, „wenn auch nicht die ganz großen Barbeträge“, sondern solche in Höhe von einigen tausend Euro. So seien in einem Fall 12.000 Euro an einen Verein gespendet worden. Der Verkäufer einer Wuppertaler Computerfirma habe sich so einen Auftrag der GEZ in Millionenhöhe gesichert. Die GEZ zieht die Rundfunkgebühren für die öffentlich-rechtlichen Sender ein.

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Sehr konkrete anonyme Anzeige

Die Ermittlungen seien durch eine sehr konkrete anonyme Anzeige in Gang gekommen, die möglicherweise von einem ehemaligen Mitarbeiter der Computerfirma stamme, sagte Grevener. Die Staatsanwaltschaft habe auf Grund dieses Hinweises einen Durchsuchungsbefehl bekommen und sei in den Büros sowie in der Wohnung des Chefeinkäufers in Troisdorf bei Köln „auf einige sehr interessante Dokumente“ gestoßen. Daraufhin seien die Durchsuchungen an diesem Dienstag angesetzt worden. Es bestehe der dringende Tatverdacht des Betrugs, der Untreue, Vorteilsgewährung und Annahme.

Auch andere Unternehmen seien in diesem Zusammenhang durchsucht worden. Dabei gehe es um eine Versicherung in Köln sowie um Unternehmen in Aachen und Düsseldorf. Außerdem seien insgesamt acht Privatwohnungen durchsucht worden: in Köln, Pulheim, Aachen, Neunkirchen, Langerwehe (alle Nordrhein-Westfalen) und Remseck bei Stuttgart.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa, AP

 
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