Home
http://www.faz.net/-gus-745yh
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
50 plus

Kindesmissbrauch Radiomoderator zu Haftstrafe verurteilt

Ein Radiomoderator, der nach Missbrauchsvorwürfen während seiner Live-Sendung festgenommen worden war, ist vor dem Landgericht Rostock zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

© dpa Vergrößern Nach einer Absprache der Prozessbeteiligten fällte das Gericht ein vergleichsweise mildes Urteil.

Ein Rostocker Radiomoderator muss wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes in dutzenden Fällen ins Gefängnis. Das Landgericht Rostock verurteilte ihn am Dienstag zu drei Jahren und zwei Monaten Haft. Der 39 Jahre alte Mann hatte zuvor gestanden, zwischen 2005 und 2008 ein anfangs zwölf Jahre altes Mädchen wiederholt sexuell missbraucht zu haben.

Insgesamt hatte die Anklage dem Mann 46 Einzeltaten vorgeworfen. Verurteilt wurde er für 26 Fälle, davon 6 wegen schweren sexuellen Missbrauchs bis zum vollendeten 13. Lebensjahr des Mädchens. Die anschließenden Taten wurden fallengelassen.

Die Öffentlichkeit war zu Beginn der Verhandlung zum Schutz der heute 20 Jahre alten Zeugin und des landesweit bekannten Moderators ausgeschlossen worden. Bei der Urteilsbegründung verzichtete der Richter auf die Erwähnung intimer Einzelheiten der Taten.

Mildere Strafe wegen „einvernehmlicher Handlungen“

Das Urteil war nach einer Absprache der Prozessbeteiligten zustande gekommen. Diese hatten vereinbart, dass der Mann bei einem umfassenden Geständnis mit einer Haftstrafe zwischen drei Jahren und zwei Monaten und drei Jahren und sechs Monaten rechnen kann. Im August hatte ein Gerichtssprecher gesagt, dem Angeklagten drohe eine Haftstrafe von möglicherweise mehr als zehn Jahren.

Strafmildernd wurden nach Angaben des Richters unter anderem das Geständnis des Täters und die Tatsache gewertet, dass es sich um einvernehmliche sexuelle Handlungen gehandelt habe. Jedoch  habe der Moderator skrupellos seine sexuellen Interessen ausgelebt, ungeschützten  Geschlechtsverkehr mit dem Mädchen gehabt und dessen Naivität ausgenutzt.

Quelle: DPA

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Bundesgerichtshof Lehrerin muss wegen Vergewaltigungslügen in Haft

Mit falschen Vorwürfen brachte die Lehrerin Heidi K. aus dem Odenwald einen Kollegen für fünf Jahre ins Gefängnis. Nun muss sie wegen der Vergewaltigungslügen selbst in Haft - bestätigte der Bundesgerichtshof endgültig. Mehr

22.10.2014, 18:48 Uhr | Rhein-Main
Gary Glitter wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt

Der ehemalige Glamrock-Star soll in den siebziger Jahren zwei Mädchen missbraucht haben. Der Musiker muß sich nun nun in London vor Gericht verantworten. Mehr

06.06.2014, 10:35 Uhr | Gesellschaft
Bad Homburg Vater gesteht Mord an Tochter mit 41 Messerstichen

Die Tat hatte Bad Homburg im November vergangenen Jahres erschüttert: Ein 16 Jahre altes Mädchen war brutal erstochen worden. Jetzt hat der Vater ein Geständnis abgelegt. Mehr

21.10.2014, 18:41 Uhr | Rhein-Main
Wie Ölsardinen

Im vergangenen Jahr hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte Italien verurteilt, weil die Gefängnisse des Landes überfüllt sind. Trotz erster Schritte, klagen viele Insassen in Rom über die schlechten Bedingungen. Mehr

20.06.2014, 15:56 Uhr | Gesellschaft
Frankfurt-Bornheim Lange Haftstrafen für brutale Supermarkträuber

Wie zu einer Exekution hatten sie mit Pistole und Elektroschocker bei einem Überfall Supermarktpersonal in Frankfurt zusammengetrieben. Jetzt müssen die drei Männer hinter Gitter. Mehr Von Thomas Kirn

28.10.2014, 19:15 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 06.11.2012, 15:06 Uhr

Robbie Williams #Nachwuchs

Robbie Williams bleibt sich treu und verbreitet den Namen seines Sohnes über Twitter, Julia Roberts führt ihre straffen Züge auf Yoga zurück und Jennifer Lawrence trennt sich nach nur vier Monaten von Chris Martin – der Smalltalk. Mehr 1

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden