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Kindesmissbrauch : Radiomoderator zu Haftstrafe verurteilt

  • Aktualisiert am

Nach einer Absprache der Prozessbeteiligten fällte das Gericht ein vergleichsweise mildes Urteil. Bild: dpa

Ein Radiomoderator, der nach Missbrauchsvorwürfen während seiner Live-Sendung festgenommen worden war, ist vor dem Landgericht Rostock zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

          Ein Rostocker Radiomoderator muss wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes in dutzenden Fällen ins Gefängnis. Das Landgericht Rostock verurteilte ihn am Dienstag zu drei Jahren und zwei Monaten Haft. Der 39 Jahre alte Mann hatte zuvor gestanden, zwischen 2005 und 2008 ein anfangs zwölf Jahre altes Mädchen wiederholt sexuell missbraucht zu haben.

          Insgesamt hatte die Anklage dem Mann 46 Einzeltaten vorgeworfen. Verurteilt wurde er für 26 Fälle, davon 6 wegen schweren sexuellen Missbrauchs bis zum vollendeten 13. Lebensjahr des Mädchens. Die anschließenden Taten wurden fallengelassen.

          Die Öffentlichkeit war zu Beginn der Verhandlung zum Schutz der heute 20 Jahre alten Zeugin und des landesweit bekannten Moderators ausgeschlossen worden. Bei der Urteilsbegründung verzichtete der Richter auf die Erwähnung intimer Einzelheiten der Taten.

          Mildere Strafe wegen „einvernehmlicher Handlungen“

          Das Urteil war nach einer Absprache der Prozessbeteiligten zustande gekommen. Diese hatten vereinbart, dass der Mann bei einem umfassenden Geständnis mit einer Haftstrafe zwischen drei Jahren und zwei Monaten und drei Jahren und sechs Monaten rechnen kann. Im August hatte ein Gerichtssprecher gesagt, dem Angeklagten drohe eine Haftstrafe von möglicherweise mehr als zehn Jahren.

          Strafmildernd wurden nach Angaben des Richters unter anderem das Geständnis des Täters und die Tatsache gewertet, dass es sich um einvernehmliche sexuelle Handlungen gehandelt habe. Jedoch  habe der Moderator skrupellos seine sexuellen Interessen ausgelebt, ungeschützten  Geschlechtsverkehr mit dem Mädchen gehabt und dessen Naivität ausgenutzt.

          Quelle: DPA

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