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Sonntag, 12. Februar 2012
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Justiz Neue Anklage nach Dresdner Messerattacke

24.07.2009 ·  Drei Wochen nach dem tödlichen Messerangriff auf eine Ägypterin im Dresdner Landgericht steht auf dem Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen ein weiterer Anklagepunkt: Ihm wird nun auch versuchter Mord an dem Ehemann der getöteten Frau vorgeworfen.

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Mehr als drei Wochen nach der tödlichen Messerattacke auf eine Ägypterin im Dresdner Landgericht ist der Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen erweitert worden. Wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte, wird dem 28 Jahre alten Angeklagten neben dem Mord an der 31 Jahre alten Frau nun auch versuchter Mord an deren Ehemann vorgeworfen.

Das Amtsgericht Dresden habe die Erweiterung am Donnerstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft entschieden. Der 32 Jahre alte Ägypter war bei der Gerichtsverhandlung am 1. Juli durch mehrere Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden. Er hatte seiner Ehefrau helfen wollen, die mit mindestens 18 Messerstichen getötet wurde.

Staatsanwaltschaft: Täter ist „fanatischer Ausländerfeind“

Die Ägypterin hatte den Mordverdächtigen vor einem Jahr wegen Beleidigung angezeigt, woraufhin dieser vom Amtsgericht verurteilt wurde. Auch in der Berufungsverhandlung vor dem Landgericht hatte die Frau gegen ihn ausgesagt, unmittelbar bevor sie getötet wurde. Der Mann hatte die 31 Jahre alte Mutter bei einem Streit auf einem Spielplatz als „Islamistin“ und „Terroristin“ beschimpft.

Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem Messerstecher um einen „fanatischen Ausländerfeind“. Nach Medienberichten hat er auch bei der Vorführung vor der Haftrichterin am Donnerstagnachmittag zu den Vorwürfen geschwiegen. Der Prozess gegen ihn soll frühestens im Herbst beginnen. Die Tötung der schwangeren Frau hatte auch zu heftigen Protesten in Ägypten und anderen islamischen Ländern geführt. (siehe auch Tödliche Messerattacke in Dresden: Protest in Iran und Ägypten)

Der Witwer erholt sich nach Informationen der „Dresdner Neuesten Nachrichten“ (Freitagausgabe) inzwischen in einer Rehabilitationsklinik von den Folgen des Angriffs. Im Krankenhaus hatten ihn auch die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (beide CDU) besucht.

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