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Verdacht: Freiheitsberaubung : Justiz ermittelt gegen ehemalige Kachelmann-Geliebte

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Die ehemalige Geliebte des Wettermoderators Jörg Kachelmann 2016 im Verhandlungssaal des Oberlandesgerichts in Frankfurt am Main. Bild: dpa

In einem Schadenersatz-Prozess wurde entschieden, dass seine ehemalige Freundin Jörg Kachelmann bewusst falsch wegen Vergewaltigung angezeigt hat. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Freiheitsberaubung.

          Gegen die frühere Geliebte von Wettermoderator Jörg Kachelmann (58) hat die Staatsanwaltschaft Mannheim Ermittlungen wegen des Verdachts auf Freiheitsberaubung eingeleitet. Das bestätigte eine Justizsprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Die Staatsanwaltschaft wurde dabei von sich aus tätig - als Konsequenz aus einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt von 2016.

          Das OLG entschied damals, dass die Frau im Jahr 2010 Kachelmann bewusst falsch wegen Vergewaltigung angezeigt habe. In dem Prozess ging es um Schadenersatz, nicht um Freiheitsberaubung. Der Wettermoderator saß 132 Tage in Untersuchungshaft.

          Bei der Prüfung des OLG-Richterspruchs habe sich ein Anfangsverdacht ergeben, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Mannheim. Wann das Verfahren abgeschlossen sein wird und welchen Ausgang dieses hat, sei derzeit unklar. Die Durchsicht von tausenden Aktenseiten dauere vermutlich noch Monate. Die Justiz in Mannheim ist zuständig, da sich der Fall in diesem Landgerichtsbezirk zugetragen hatte.

          Das OLG Frankfurt hatte geurteilt, die Frau sei mit „krimineller Energie“ und „direktem Vorsatz“ vorgegangen. Dies habe zur Freiheitsberaubung - Kachelmanns U-Haft - geführt. Die aus Baden-Württemberg stammende Ex-Geliebte hatte das Urteil als „Justizskandal“ bezeichnet.

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