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Montag, 13. Februar 2012
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Jugendkriminalität Erstochen in London

04.07.2008 ·  Die Straßen von London sind gefährlich für Jugendliche. Am Donnerstag wurde wieder ein Teen niedergestochen und erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Es ist dieses Jahr bereits der 18. Mord an einem Jugendlichen in London.

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Die Serie an Jugendmorden in London reißt nicht ab. Am Donnerstag ist in der englischen Hauptstadt erneut ein Jugendlicher erstochen worden. Der 16 Jahre alte Junge sei bei einem Messerangriff am Donnerstagnachmittag im Süden der britischen Hauptstadt verwundet worden und später seinen Verletzungen erlegen, teilte Scotland Yard am Freitag mit.

Großbritannien sorgt sich derzeit um die wachsende Gewalt unter jungen Menschen. Allein in London wurden seit Jahresbeginn 18 Jugendliche erstochen. In dieser Zählung sind die zwei französischen Studenten, die am Wochenende in ihrer Londoner Wohnung niedergestochen wurden, nicht eingerechnet. Sie waren bereits vollährig.

Die Morde sind offenbar kein reines Vorort- oder Unterschichtenphänomen: Das 17. Opfer war der jüngere Bruder des britischen Fernsehstars Brooke Kinsella. Der 16-jährige Ben Kinsella wurde vergangenen Sonntag nach einem Streit in einer Londoner Bar niedergestochen. Drei Verdächtige, im Alter von 18 und 19 Jahren, sollen heute dem Haftrichter vorgeführt werden.

Kein Unterschichtenphänomen

Ende Mai wurde ein achtzehn Jahre alter Darsteller aus dem neuesten „Harry Potter“-Film im Südosten Londons erstochen. Rob Knox geriet in einer Samstagnacht vor einer Bar im Vorort Sidcup in einen Streit, woraufhin er niedergestochen wurde, wie die Londoner Polizei mitteilte. Knox habe offenbar seinen siebzehn Jahre alten Bruder Jamie schützen wollen und sei in den Streit hineingezogen worden, berichtete die britische Inlandsnachrichtenagentur PA unter Berufung auf Augenzeugen.

Insgesamt wurden fünf junge Männer nach der Auseinandersetzung in Krankenhäuser gebracht, unter ihnen ein 21 Jahre alter Mann, der wegen Mordverdachts verhaftet wurde. Der mutmaßliche Täter war nach Augenzeugenberichten mit zwei Messern bewaffnet. Offenbar handelte es sich bei seinem Angriff um einen Racheakt wegen eines Streits um ein Mobiltelefon. Knox spielt im neuesten „Harry Potter“-Film, der zum Ende des Jahres in die Kinos kommt, einen Zauberschüler aus dem Haus Ravenclaw mit Namen Marcus Belby.

Der Mord vom Donnerstag dürfte die öffentliche Debatte über zunehmende Gewaltkriminalität unter Jugendlichen in Großbritannien weiter anheizen. Im vergangenen Jahr fielen allein in London 26 Jugendliche der Gewalt zum Opfer: Siebzehn wurden erstochen, acht erschossen und einer wurde zu Tode geprügelt. Der neue Bürgermeister von London, Boris Johnson, ist mit dem Wahlversprechen angetreten, die Jugendgewalt in den Griff zu bekommen. Erst vor wenigen Wochen wurde in diesem Zusammenhang der Alkoholkonsum in den Londoner Tubes verboten.


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