02.02.2005 · Schneller als erwartet hat man in Santa Maria 250 Kandidaten ausgewählt, die im Prozeß gegen Michael Jackson die zwölf Geschworenen stellen sollen. Am Montag wird die Staatsanwaltschaft sie einzeln befragen.
Im Prozeß gegen Popstar Michael Jackson ist überraschend schnell ein Kandidatenkreis für die Geschworenensitze gebildet worden. Richter Rodney Melville erklärte am Dienstag, rund 250 potenzielle Jury-Mitglieder hätten sich bereit erklärt, für den auf etwa sechs Monate angesetzten Prozeß zur Verfügung zu stehen.
Das Auswahlverfahren aus Hunderten Personen dauerte nur eineinhalb Tage. In Gruppen von jeweils etwa 150 Personen waren seit Montag etwa 430 mögliche Geschworenenkandidaten vor dem Gericht in der kalifornischen Kleinstadt Santa Maria erschienen. Sie wurden von Richter Melville im Beisein von Jackson, dessen Verteidigern und der Staatsanwälte befragt.
Wegen Befangenheit von der Pflicht entbunden
Knapp 200 der Geladenen baten darum, von der Pflicht eines Geschworenen entbunden zu werden. Darunter waren unter anderen schwangere Frauen und Selbständige, andere machten Befangenheit geltend. Wie es schien, entsprach Melville ihrem Wunsch in den meisten Fällen. 300 weitere Kandidaten, die noch am Dienstag und am Mittwoch erscheinen sollten, würden nicht mehr benötigt.
Befragung der Kandidaten am Montag
Ab Montag werden die Staatsanwaltschaft und auch die Anwälte Jacksons die Kandidaten dann eingehend befragen. In einem komplizierten Prüfverfahren, das sich noch rund einen Monat hinziehen dürfte, werden dann die zwölf Geschworenen und acht Ersatzleute bestimmt.