03.06.2004 · Es wird keine weitere Anklage gegen Michael Jackson wegen Kindesmißbrauchs geben. An einem weiteren Verdachtsfall sei nichts dran, ist die Polizei überzeugt.
Popstar Michael Jackson droht keine weitere Anklage wegen Kindesmißbrauchs. Wie die Polizei in Los Angeles am Mittwoch mitteilte, hat eine zweimonatige Untersuchung von Anschuldigungen keine Hinweise auf eine mögliche Straftat ergeben.
Ein junger Mann, dessen Identität nicht bekannt gegeben wurde, hatte behauptet, er sei Ende der achtziger Jahre von Jackson mißbraucht worden. Nach einer „umfassenden Untersuchung“, die keine Beweise erbrachte, werde von einer Anklage abgesehen, sagte ein Sprecher der Polizei. In einer Mitteilung machte die Polizeibehörde keine weiteren Angaben über die Mißbrauchsvorwürfe, die der junge Mann gegen Jackson vorbrachte. Nach „stundenlangen Interviews“ seien die Detektive zu dem Schluß gekommen, dass es kein Verbrechen gegeben habe.
Kein Zusammenhang mit Fall von Sansta Barbara
Die Vorwürfe des Mannes aus Los Angeles stehen nicht in Zusammenhang mit dem Prozeß gegen Jackson im Bezirk Santa
Barbara. Dort muß sich der Popstar von September an wegen Kindesmißbrauchs, versuchter Erpressung und Entführung verantworten.
Der 45jährige „King of Pop“ Sänger hat sich in allen Anklagepunkten „nicht schuldig“ erklärt. Nach Meinung von Rechtsexperten drohen dem einstigen Superstar bei einer Verurteilung bis zu 29 Jahre Gefängnis. Jackson soll einen 13jährigen krebskranken Jungen im Februar und März 2003 sexuell mißbraucht und mit Alkohol gefügig gemacht haben.