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Großbritannien Anklage gegen Millionenräuber erhoben

02.03.2006 ·  Nur gut eine Woche nach dem spektakulären Millionenraub in Großbritannien ist gegen drei Verdächtige Anklage erhoben worden. Zudem gab es eine weitere Festnahme und ein Großteil der Beute soll gefunden worden sein.

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Acht Tage nach dem größten Geldraub der britischen Geschichte hat ein Richter drei der mutmaßlichen Millionendiebe bis auf weiteres hinter Gitter gebracht. Nach der Anklageeherhebung bestätigte der Richter in der südostenglischen Stadt Maidstone am Donnerstag die Untersuchungshaft für zwei Männer und eine Frau zunächst bis zum 13. März. Zudem nahmen die Fahnder am Donnerstag einen weiteren Verdächtigen fest. Sie seien mit diesen Erfolgen der Aufklärung des Raubs von umgerechnet rund 78 Millionen Euro ein gutes Stück näher gekommen, hieß es in britischen Medienberichten.

Die Anklage wirft dem 60 Jahre alten Unternehmer John Fowler aus der Grafschaft Kent gemeinschaftlichen Raub, den Besitz von Diebesgut und die Entführung des Managers des überfallenen Gelddepots sowie dessen Frau und des kleinen Sohns vor. Fowlers Geschäftspartner Stuart Royle (47) wurde ebenfalls wegen gemeinschaftlichen Raubes angeklagt, währenddessen Freundin Kim Shackleton (39) der Besitz von Geld aus der Beute vorgehalten wird.

Großteil der Beute angeblich entdeckt

Fowler, der nach Medienberichten unter anderem als Autohändler und Immobilienbesitzer Millionen verdient haben soll, ist der Besitzer einer abgelegenen Farm in Kent, auf der vermutlich die Angehörigen des Depot-Managers als Geiseln festgehalten wurden. Auf dem Farmgelände sei bei einer am Sonntag begonnenen und mehrere Tage dauernden Razzia ein Großteil der Beutesumme gefunden worden. Die Polizei bestätigte dies bisher allerdings nicht.

Wie das Boulevardblatt „Daily Mail“ erfahren haben will, fanden Suchtrupps auf einem Feld in unmittelbarer Nähe der Farm mehr als 20 Millionen Pfund (29,3 Millionen Euro). In anderen Berichten war sogar von 30 Millionen Pfund die Rede. Von den bislang insgesamt 14 festgenommenen Personen befinden sich sechs in Untersuchungshaft, darunter zwei osteuropäische Männer. Die anderen wurden auf Kaution freigelassen. Ihnen werden offenbar nur Delikte am Rande des eigentlichen Raubs zur Last gelegt.

Fahndung nach weiteren Haupttätern läuft

Die Fahndung nach weiteren Millionenräubern laufe auch nach den drei Anklagen vom Donnerstag weiter auf vollen Touren, sagte Chefermittler Adrian Leppard. Insgesamt sollen an dem brutalen Überfall auf das Gelddepot in der südostenglischen Ortschaft Tonbridge mindestens sechs Täter beteiligt gewesen sein.

Die britische Polizei hat nach Zeitungsberichten einen großen Teil der Millionenbeute gefunden, die vergangene Woche beim Überfall auf ein Geldlager erbeutet wurde.

Nach Informationen des Boulevardblattes „Daily Mail“ wurden auf einem Feld in der Nähe einer abgelegenen Farm in der südostenglischen Grafschaft Kent mehr als 20 Millionen Pfund (29,3 Millionen Euro) entdeckt. Die Zeitung „Sun“ berichtete ebenfalls vom Fund einer „bedeutenden Summe“. Die Polizei hat die Berichte bisher allerdings nicht bestätigt.

78 Millionen Euro Beute

Insgesamt wurden bei dem größten Geldraub in der britischen Geschichte umgerechnet rund 78 Millionen Euro erbeutet. Drei Verdächtige - zwei Männer und eine Frau - sollen an diesem Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Darunter befindet sich auch der Besitzer der Farm, auf der vermutlich die entführte Familie eines Lager-Managers festgehalten wurde. Dem 57 Jahre alten Farmbesitzer und Geschäftsmann werden Entführung sowie Verschwörung zum Raub zur Last

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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