http://www.faz.net/-gum-8mkmc
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren
Best Ager - Für Senioren und Angehörige

Veröffentlicht: 20.10.2016, 14:05 Uhr

Getöteter Bonner Schüler Anklage im Fall Niklas P. erhoben

Körperverletzung mit Todesfolge lautet wohl die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen den Hauptbeschuldigten. Er soll Niklas P. im Mai niedergeschlagen und gegen den Kopf getreten haben.

© dpa Blumen und Kerzen stehen in Bonn, Nordrhein-Westfalen, an der Stelle, an der Niklas P. attackiert wurde.

Rund fünf Monate nach dem Tod des in Bonn verprügelten Niklas hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die mutmaßlichen Täter erhoben. Dem 20 Jahre alten Hauptbeschuldigten werde Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen, berichtete der Kölner „Express“. Die Staatsanwaltschaft nannte noch keine Details. Die beiden Angeklagten befänden sich in Untersuchungshaft, sagte Oberstaatsanwalt Robin Faßbender am Donnerstag.

Niklas war am 7. Mai angegriffen worden. Der 17 Jahre alte Schüler war mit Freunden auf dem Heimweg von einem Konzert, als die Gruppe im Stadtteil Bad Godesberg auf eine andere Gruppe junger Männer traf. Es entwickelte sich erst ein Streit mit Worten, kurz darauf kam es den Ermittlern zufolge zu einem Handgemenge. Niklas wurde geschlagen, und als er auf dem Boden lag, folgte ein Tritt gegen den Kopf. Wenige Tage später starb er im Krankenhaus.

Ermittlungen zu drittem Täter

Die Tat erregte bundesweit Aufsehen. Im ehemaligen Diplomatenviertel Bad Godesberg entbrannte eine Diskussion über Gewalt auf der Straße, auch in der Landespolitik wurde über Konsequenzen diskutiert. Die Aufklärung der Tat stellte sich allerdings als schwierig heraus. Die Polizei nahm den Hauptverdächtigen zehn Tage später fest. Von Anfang an bestritt er die Vorwürfe. Die Ermittlungen nach einem möglicherweise beteiligten dritten Täter dauerten an, sagte der Staatsanwalt.

Mehr zum Thema

Die Ermittler gehen nach einem medizinischen Befund nicht mehr davon aus, dass der Tritt gegen den Kopf von Niklas die Todesursache war. Ein Gutachten habe ergeben, dass Gefäße im Gehirn vorgeschädigt gewesen seien. Demnach starb Niklas, weil eine Ader im Kopf riss. Angesichts des Gutachtens hatte die Staatsanwaltschaft daher bereits erklärt, dass man nicht sicher sagen könne, „dass der Verdächtige mit bedingtem Tötungsvorsatz gehandelt“ habe.

30 Jahre jüngere Frau Westernhagen soll zum zweiten Mal geheiratet haben

Marius Müller-Westernhagen hat offenbar in Berlin „Ja“ gesagt, Joachim Löw setzt eine Gegendarstellung auf der Titelseite durch, und Kanye West hat seinen Fans ein unnötiges Abo aufgeschwatzt – der Smalltalk. Mehr 20

Frankfurter Allgemeine Stil auf Facebook
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden
Zur Homepage