http://www.faz.net/-gum-91wk7

Nach Messerattacke : Französische Justiz nimmt Terrorverdächtigen in Haft

  • Aktualisiert am

Der Angreifer attackierte den Soldaten an der Pariser Metrostation „Châtelet“, im Zentrum der Stadt. Bild: LANGSDO/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Am vergangenen Freitag wurde ein Soldat im Pariser Stadtzentrum mit einem Messer angegriffen. Nun wurde ein Ermittlungsverfahren gegen den 39-jährigen Tatverdächtigen eröffnet.

          Nach einer Messerattacke auf einen Soldaten in einer Pariser Metrostation hat die französische Justiz den terrorverdächtigen Angreifer in Untersuchungshaft genommen. Es laufe ein Ermittlungsverfahren wegen Mordversuchs in Verbindung mit einem terroristischen Vorhaben, bestätigten Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend. Der nach Medienberichten 39 Jahre alte Mann hatte am vergangenen Freitag in der Metrostation Châtelet im Zentrum der Hauptstadt einen patrouillierenden Soldaten mit einem Messer angegriffen. Es gab keine Verletzten.

          Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtete, habe der Mann im Polizeigewahrsam zugegeben, einen Soldaten angreifen zu wollen. Erste Ermittlungsergebnisse wiesen darauf hin, dass der Verdächtige keinem Netzwerk angehörte. Der angegriffene Soldat gehörte zum Anti-Terror-Einsatz der Streitkräfte. Armeeangehörige patrouillieren seit dem islamistischen Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ im Januar 2015 in Frankreich auf Straßen, belebten Plätzen und vor öffentlichen Gebäuden.

          Soldaten und Sicherheitskräfte waren bereits mehrfach Ziel von islamistisch motivierten Anschlägen oder Anschlagsversuchen geworden. Erst im vergangenen Monat war ein 36-jähriger Algerier in einem Pariser Vorort mit seinem Auto in eine Gruppe von Soldaten gefahren; sechs von ihnen wurden verletzt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Pipelines und LNG : Das Erdgas droht Europa zu entzweien

          Amerika wettert weiter gegen die Ostseepipeline Nord Stream 2 – unter Beifall aus Polen. Stattdessen versuchen die Amerikaner, ihr Flüssiggas zu verkaufen. Ist das wirklich eine Alternative oder nur eine große Luftnummer?

          Dialog mit Bürgern in Chemnitz : Der Frust und die Fragen

          Die Chemnitzer Bürgermeisterin sucht nach der Tötung eines Deutschen und den Krawallen in der Stadt den Dialog mit den Bürgern. Doch sie und Sachsens Innenminister Wöller bekommen vor allem eines zu spüren: Unmut.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.