Frankfurt: Polizei ermittelt gegen Angst einjagenden Maskierten
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Polizei ermittelt : Maskierter jagt Schülern Angst ein

Fratze: So etwa soll der Maskenträger aus dem Nordend aussehen Bild: dpa

Ein maskierter Unbekannter hat unter Schülern im Frankfurter Nordend Angst verbreitet. Drei Fälle von Ende November und Anfang Dezember sind bekannt. Nun ermittelt die Polizei.

          Seit Tagen macht sich ein Mann mit einer Gruselmaske offenbar einen Spaß daraus, Schülern im Frankfurter Nordend einen Schrecken einzujagen. Einmal passierte es direkt vor der IGS Nordend, ein anderes Mal auf dem Weg dorthin. Ein weiteres Mal hatte sich der Unbekannte in einer Toilettenkabine der Schule versteckt, bis ihn der Hausmeister entdeckte. Wer hinter diesen unwillkommenen Begegnungen steckt, ist unklar. Die Polizei hat sich der Sache inzwischen angenommen, wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilte. „Wir nehmen die Schilderungen der Schüler ernst.“

          Matthias Trautsch

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Nach Angaben der Schüler, die den Mann als „Horror-Clown“ beschreiben, soll der Unbekannte auf einem türkisfarbenen Fahrrad unterwegs sein. Opfer sind vor allem jüngere Schüler der am Günthersburgpark gelegenen Schule. Inzwischen gibt es die unterschiedlichsten Varianten, wie genau der Unbekannte den Kindern begegnet. Eine schauriger als die andere. So berichten einige Schüler, der Clown habe sie auf dem Schulweg in der Dunkelheit abgepasst und bedroht. Andere haben sich von ihm verfolgt gefühlt. Wiederum andere haben ihn nur auf seinem Fahrrad gesehen, wie er mit Maske und weißem Anzug umhergefahren sei.

          Inspiriert von Pennywise

          In der Schule und in den Elternhäusern ist der Clown seit Tagen Gesprächsthema. Von „Angst unter den jüngeren Schülern“ ist die Rede, „die sich nicht mehr trauen, morgens im Dunkeln allein zur Schule zu gehen“. Die Polizei bestätigt vier Vorfälle, die seit vergangener Woche gemeldet worden sind. Allerdings habe es ihren Erkenntnissen zufolge keinen unmittelbaren Kontakt zwischen dem Unbekannten und den Schülern gegeben. Das Phänomen der Gruselclowns stammt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten.

          Die Maskerade ist inspiriert von Pennywise, der Figur aus Stephen Kings Roman „Es“, der derzeit in einer Neuverfilmung in den Kinos zu sehen ist. Im vergangenen Jahr war es in den Wochen vor Halloween auch in Frankfurt zu Vorfällen mit Maskierten gekommen. Unter ihnen war auch seinerzeit ein Fahrrad fahrender Clown im Nordend. Er soll eine Radfahrerin auf dem Oeder Weg bedrängt, verfolgt und an der Weiterfahrt gehindert haben. Gefasst wurde der „Horror-Clown“ damals nicht.

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