http://www.faz.net/-gum-8z1ho

Drogenkrieg : Gewalt in Mexiko eskaliert

  • Aktualisiert am

Nachdem ein Journalist auf offener Straße erschossen wurde, demonstrieren hunderte Menschen in Mexiko-Stadt. Eine Frau hält dabei ein Schild mit der Aufschrift: „Sie bringen uns weiter um.“ Bild: dpa

Seit Beginn des Jahres ist die Zahl der in Mexiko ermordeten Menschen auf ein Rekordhoch gesprungen. Fast 10.000 Menschen wurden demnach getötet. Das hat vor allem einen Grund.

          Angesichts interner Verteilungskämpfe zwischen den Drogenkartellen eskaliert die Gewalt in Mexiko. Im Mai wurden in dem lateinamerikanischen Land 2186 Menschen getötet, wie das Amt für öffentliche Sicherheit am Mittwoch mitteilte. Das war der höchste Wert seit Beginn der systematischen Erhebung vor 20 Jahren.

          Seit Jahresbeginn wurden demnach 9916 Menschen getötet, 29,5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2016. Zum Vergleich: In Deutschland wurden im gesamten vergangenen Jahr 876 Menschen Opfer von Mord und Totschlag.

          Die Zahlen übersteigen sogar jene der blutigsten Periode im Drogenkrieg während der Amtszeit von Präsident Felipe Calderón (2006-2012), der Tausende Soldaten und Polizisten in den Kampf gegen die Verbrechersyndikate schickte. Der bislang gewalttätigste Monat war der Mai 2011 mit 2131 Tötungsdelikten.

          Festnahmen und Tötungen von mächtigen Kartellbossen hatten zuletzt interne Machtkämpfe um die Nachfolge ausgelöst. Außerdem konkurrieren zunehmend immer kleinere Banden um Geschäftsanteile und Einflusszonen. Die Verbrechersyndikate sind auch in Schutzgelderpressung, Menschenhandel und Benzindiebstahl verwickelt.

          Weitere Themen

          Selfie gegen Hasskommentare auf Instagram

          Lena Meyer-Landrut : Selfie gegen Hasskommentare auf Instagram

          „Du wirst nie genug sein“, solche Wörter können verletzen, und sind noch das Harmloseste, was Lena Meyer-Landrut im Netz zu hören bekommt. Mit einem Spiegel-Selfie setzt sie ein Statement gegen Mobbing – und bekommt Tipps von einer anderen Prominenten.

          Kronprinz seit 66 Jahren

          Prinz Charles wird 70 : Kronprinz seit 66 Jahren

          Prinz Charles wird 70 Jahre alt. Der Tag, an dem er den Thron besteigen könnte, rückt näher. Wird er seine Leidenschaften auch als König ausleben, fragen sich viele Briten bang?

          Topmeldungen

          Warum Italien stur bleibt : Vier Gründe für den Trotz

          Rom bleibt stur und will, dass der Haushaltsentwurf bleibt, wie er ist. Für die trotzige Haltung gibt es vier Gründe. Doch auch die EU hat wenig Anlass, ihre Position zu ändern.

          Personalkrise im Weißen Haus : Feuert Trump die nächste Ministerin?

          Donald Trump hat gerade erst Justizminister Sessions rausgeworfen. Nun soll angeblich auch Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen gehen. Das könnte jedoch zu einem Showdown im Weißen Haus führen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.