01.07.2008 · Mehr als ein Jahr nach dem Verschwinden der kleinen Madeleine McCann aus einer Ferienanlage in Portugal hat die Polizei ihre Ermittlungen abgeschlossen. Das Innenministerium muss nun prüfen, ob weitere Schritte notwendig sind oder der Fall abgeschlossen werden kann.
Mehr als ein Jahr nach dem Verschwinden der kleinen Madeleine McCann aus einer Ferienanlage in Portugal hat die Polizei ihre Ermittlungen abgeschlossen. Das erklärte die portugiesische Generalstaatsanwaltschaft am Dienstag. Das Innenministerium in Lissabon müsse nun prüfen, ob weitere Schritte notwendig seien oder der Fall abgeschlossen werden könne.
Maddie war am 3. Mai 2007 kurz vor ihrem vierten Geburtstag aus dem Ferienappartment ihrer Eltern in einer Anlage an der portugiesischen Algarveküste verschwunden, während ihre Eltern in einem nahegelegenen Restaurant mit Freunden zu Abend aßen. Die McCanns starteten eine weltweite Medienkampagne, um auf den Fall aufmerksam zu machen. Sie zeigen sich bis heute davon überzeugt, dass ihre Tochter entführt wurde und möglicherweise noch lebt. Der Fund von Blutspuren in der Ferienwohnung und im Mietauto der Eltern legte jedoch Maddies Tod nahe.
Die McCanns sind immer noch verdächtig
Auch die McCanns selbst gerieten ins Visier der portugiesischen Ermittler: Die Polizei hat ihre Einstufung als „Verdächtige“ bis heute nicht zurückgenommen. Die portugiesische Tageszeitung „Correio da Manha“ berichtete am Dienstag, die Polizei verfüge jedoch nicht über ausreichend Beweise, um die Eltern des Mädchens formell anzuklagen. „Die Polizei hat keine Schuldigen gefunden“, hieß es im „Jornal de Noticias“.
Die Generalstaatsanwaltschaft betonte, das portugiesische Innenministerium werde nun den dutzende Aktenordner umfassenden Abschlussbericht der Ermittler prüfen und dann entscheiden, ob der Fall eingestellt werden könne. Bis Mitte August gelte weiterhin Geheimhaltung über die Ermittlungen.