10.08.2007 · Die englischen Spürhunde, die schon am Montag in Madeleines Schlafzimmer „Blutspuren eines Toten“ gefunden hatten, sind nach Angaben einer portugiesischen Zeitung auf dem Weg zum Strand auf den gleichen „Kadavergeruch“ gestoßen.
Neue Erkenntnisse im Fall Madeleine: Die portugiesische Kriminalpolizei, die in den vergangenen Tagen noch einmal in konzentrierter Suche die Gegend um die Ferienwohnung der britischen Familie durchkämmt hat, soll nach Informationen der Zeitung „Diario de Noticias“ vom Freitag zusätzliche potentiell relevante Spuren entdeckt haben. So seien die englischen Spürhunde, die schon am Montag in Madeleines Schlafzimmer „Blutspuren eines Toten“ gefunden hatten, nun auf dem Weg zum Strand auf den gleichen „Kadavergeruch“ gestoßen. Bevor die Resultate der gegenwärtig in England abgewickelten DNA-Analysen jener Blutspuren vorliegen, bleibt aber offen, ob es sich dabei um die des Mädchens handelt.
Die Ermittler haben auch abermals mehrere Autos, unter ihnen Fahrzeuge von Kate und Gerry McCann und des bislang einzigen formell Verdächtigen in dem Fall, des Briten Robert Murat, durchsucht.
Glücklich und ruhig
Nach Darstellung der Eltern diente ihre Vernehmung durch die portugiesische Polizei am Mittwoch ihrer „Information“ über den Verlauf der Nachforschungen. Ihr neuer Sprecher David Hughes fügte hinzu, dass „Kate und Gerry mit der Gewissheit herauskamen, keine Verdächtigen zu sein. Sie sind daher sehr glücklich und ruhig.“
Die gegen sie gerichteten Verdächtigungen haben die Mc Canns als „lächerlich“ zurückgewiesen. Das britische Ehepaar forderte die Polizei am Freitag auf, die Ergebnisse der Ermittlungen offenzulegen. „Wir sollen unsere Tochter umgebracht haben?“, fragte der Vater Gerry McCann in einem Interview mit der portugiesischen Wochenzeitung „Express“. „Das ist lächerlich und unglaublich empörend.“