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Fahndung Nach Mord an Kasseler Schülerin sucht Polizei Serientäter

 ·  Eine DNA-Spur hat die Ermittler auf die Spur eines mehrfachen Mörders geführt. Die Polizei fahndet nun nach einem Lkw-Fahrer. Aufzeichnungen über die Lkw-Maut könnten den Ermittlern wertvolle Hinweise liefern.

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Nach dem Mord an einer 18 Jahre alten Kasseler Schülerin fahndet die Polizei nach einem Serientäter. Der Lastwagenfahrer soll im Rheinland bereits eine Frau getötet und eine weitere zu ermorden versucht haben, teilte die Polizei am Freitag mit. Über eine DNA-Spur aus Kassel sei eine Verbindung zu dem Mord an einer Prostituierten 2003 in Dormagen und dem versuchten Mord an einer Kölner Prostituierten 2004 hergestellt worden. Im Kölner Fall konnte das Opfer den Täter als einen Lastwagenfahrer mittleren Alters mit auffälligen Narben am Bauch beschreiben. Die Identität des Mannes ist noch unbekannt.

Die Kasseler Schülerin war auf dem Weg zum Bus in der Nacht zum 8. Juli überfallen worden. Ihre unbekleidete Leiche wurde an einem Autobahnparkplatz entdeckt. Ihr seitdem vermißtes Handy und Portemonnaie wurden am Donnerstag auf einer Rheinbrücke zwischen Duisburg und Krefeld gefunden. Der Mörder, der nach Vermutung der Polizei aus dieser Gegend kommt, hatte beides offenbar bei voller Fahrt in den Fluß werfen wollen. Die Tüte mit den Gegenständen war aber gegen ein Geländer geprallt.

Polizei setzt auf Speditionen

Die Polizei rief Speditionen auf, auch anhand ihrer Zahlungen von Autobahnmaut zu prüfen, welche ihrer Lastwagen in der Tatnacht die Autobahn 49 von Kassel Richtung Marburg gefahren sind. An einem Parkplatz der Route wurde die Tote gefunden. Einen automatischen Zugriff auf die Daten der Autobahnmaut, in der der Lastzug des Täters möglicherweise erfaßt wurde, hat die Polizei nicht.

Die beiden attackierten Prostituierten gingen seinerzeit ihrem Gewerbe in Köln nach. In dem Fall 2003 wurde die 32jährige ermordet in einem Gewerbegebiet in Dormagen-Horrem gefunden. 2004 stieg das 25 Jahre alte Opfer in Köln in den Lastwagen eines Freiers. Dieser hatte sie zunächst gewürgt und war mit ihr anschließend Richtung Wesel gefahren, wo er auf sie einstach. Die Frau konnte sich schwer verletzt zu einer Raststätte retten. Dort brachte eine Autofahrerin sie in Sicherheit.

Zeugen gesucht

Zu der Kasseler Tat kam es an einem Fußweg in der Nähe von Schrebergärten und einem Industriegebiet. Die Schülerin hatte auf dem Rückweg von einer Freundin den schwer einsehbaren Weg unweit eines Autobahnzubringers als kürzeste Route Richtung Bushaltestelle gewählt. Die Polizei hatte zunächst als Zeugen drei Lastwagenfahrer gesucht, die in der Tatnacht nach Angaben von Autofahrern auf dem Parkplatz Station gemacht hatten, wo die Tote später gefunden wurde. Von ihnen hat sich noch niemand gemeldet. Ob der Täter sich darunter befindet, ist nach Angaben der Polizei unklar.

Zeugen sucht die Polizei außerdem für den Versuch, Handy und Portemonnaie des Opfers auf der Brücke der Bundesstraße 288 zwischen Duisburg und Krefeld im Rhein zu versenken. Nach Einschätzung der Polizei muß die Tüte mit den Gegenständen dort zwischen Mittwochabend und Donnerstagmorgen aus einem Fahrzeug geworfen worden sein.

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