15.11.2012 · Der neue Bericht der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen stimmt hoffnungsvoll. Auch die Eurokrise trägt ihren Teil zum Rückgang des Rauschgiftkonsums bei.
Von Daniel DeckersRichtlinien für Lesermeinungen
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Wenn mein Sohn von seinen Klassenkameraden (9. Klasse) erzählt, die
regelmäßig nicht nur trinken, sondern auch div. Zeug rauchen,
scheint es vollkommen egal zu sein, was "legal" und was
"illegal" ist. Da kann ich nur hoffen, dass meine Kinder stark
genug sind, diesen ganzen Schwachsinn nicht mitzumachen.
Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich bin gegen jede weitere
Legalisierung von Drogen!
ja auch was Gutes!?
Können die Leute nicht einmal beim Thema bleiben?
Es ist wirklich zum verzweifeln. Da können die Leute bei den
simpelsten Themen nicht folgen bzw. "am Ball bleiben" und
fangen vollkommen sinnfrei eine "Nebendebatte an.
Es gibt unzählige Untersuchungen, Berichte,... die sich mit allen
(!!!!) "Suchmitteln" beschäftigen, also mit Heroin,
Cannabis, Alkohol,....
Jetzt sollte doch jeder halbwegs intelligente Mensch nach dem Lesen des
Artikels fähig sein zu erkennen, dass es hier um die
"illegalen" Drogen geht.
Warum man jetzt vollkommen sinnfrei einen Bezug zu den
"legalen" Drogen herstellen muss, erschließt sich mir
nicht. Richtig, man könnte jetzt jederzeit eine ganz andere
Diskussion führen. Nur ist dies ein ganz anderer Sachverhalt.
So was machen exakt die gleichen "Typen" die beim Thema
"wie kann man die Flugsicherheit noch steigern" mit den
höheren Verkehrstoten im Straßenverkehr daherkommen. Zwar
einen richtigen Fakt genannt, aber vollkommen am Thema vorbei!
@Nils Kuhns Nicht verzweifeln, Intelligente kommen mit sowas klar
Dieser Artikel wird nicht nur von "halbwegs intelligenten Menschen" gelesen, sondern auch von intelligenten, deswegen ist das Ausweiten, Relativieren und Verknüpfen von Themen erlaubt.
Wahr ist, daß Alkohol und Nikotin mehr Todesfälle zu verantworten haben. Nicht wahr ist, daß durch eine Legalisierung von hier angesprochenen Drogen das Alkohol- und Nikotinproblem geringer wird, oder die Gesamtzahl der Todesfälle zurückgeht. Bedeutender für die Belastung Gesellschaft ist überdies die Zahl der Neueinstiege. Da spielt der Zigarettenkonsum als Einstiegsdroge eine große Rolle - kein Haschischraucher war nicht vorher schon Raucher.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.11.2012 14:32 Uhr@THORSTEN KRACHT
Die Bewußtseinsveränderungen bereits eingetreten - reflektieren Sie ruhig weiter; mal sehen ob sich der Kern des Problems dadurch zum Wohl der Gesellschaft ändert....
@Ronald Schlimm Der Kern des Problems
Es ist nicht die Existenz von bewusstseinsverändernden Substanzen an sich, sondern der gesellschaftlich unreflektierte Umgang mit diesen, welcher den Kern des Problems ausmacht.
Kokain ist der Rohstoff der Krisen
Die Übertreibungen an den "Märkten" sind doch im Grunde
das Werk der Golden Boys in New-York und London, die
sich für unbesiegbar und allwissend hielten (und vermutlich
noch immer halten).
16 Stunden am Tag Hochfrequenzhandel, Rain- und Deal-
making braucht Kokain-Doping. Testen Sie mal das
zusammengefegte Haar der In-Friseure in der City...
Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass weniger Investment-
Banker auch weniger des weissen Pulvers konsumieren.
Könnte es sein,
dass die derzeitige Krise dereinst als "Kokainkrise" in die Geschichtsbüche eingehen wird?
Während Nervengifte wie Nikotin und Alkohol -gesellschaftlich
legitimiert- EU weit 100000de Todesopfer jährlich fordern, wird der
Konsum von Cannabis sowie der private Anbau als bedenklich eingestuft...
Was soll man dazu sagen? Ich werde dazu schweigen!
Wird der private Anbau eventuell deshalb als problematisch eingestuft
weil er an der organisierten Kriminalität und somit auch an
staatlichen Organisationen vorbei läuft, die auf diese Weise weder
kontrolieren noch profitieren? Siehe Hereoinproduktion in Afganistan,
und die Einfuhr durch Bundeswehr und Geheimdienste In- wie
Ausländische! Das Selbe gilt für Kokain, welches von der
C.I.A. schon seit Jahrzehnten aus Lateinamerika verschifft und verteilt
wird! Ich- und mit mir weit mehr als 1% der Bevölkerung in Europa-
freue mich über das, was der Garten so hergibt...
Wie wahr. Aber wer soll schon eine Behörde ernst nehmen, die
behauptet das "Heroin und Kokain nach wie vor „für einen
Großteil der Schäden sowie der Krankheits- und
Todesfälle im Zusammenhang mit Drogenkonsum in Europa
verantwortlich“, sei" - bei JEWEILS über HUNDERT mal
MEHR Toten durch Alkohol und Tabak als durch alle "illegalen"
Drogen ZUSAMMEN.
Verlogene Institution.
@Till Diesing
Es handelt sich nicht nur um eine "verlogene Institution", es ist ein komplexes, gesamtgesellschaftliches Phänomen, auch zu nützlich, um verändert zu werden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Legalisierung von Marihuana einen nicht unerheblichen wirtschaftlichen Nutzen bringt, der ein geringes, aber weltweites Umdenken bewirken kann. Denn eines der wirksamsten Mittel, unsere westlichen Gesellschaften zu steuern, ist ein ökonomisches. Das allgemeine "Drogenproblem" könnte also auf Umwegen - von den wirtschaftlichen Auswirkungen her - angegangen werden.
Das wahre Ausmaß erscheint erst in der Relation
Um das wahre Ausmaß der Konsequenzen des Ge- oder Missbrauchs
illegaler Drogen abschätzen zu können, sollte man Statistiken
der Konsequenzen des Ge- und Missbrauchs legaler Drogen wie z.B. Alkohol
und Tabak zur gleichzeitigen Verfügung bereitstellen.
Die gegenwärtige Drogenpolitik bzw. der allgemeine politische
Umgang mit legalen und illegalen Drogen ist nicht auf das Wohl der
Menschen im Allgemeinen ausgerichtet und noch weniger auf das
spezifische Wohl der Nutzer illegaler Drogen. Den Nutzern illegaler
Drogen wird eine Alibifunktion zugeschrieben, die eine vernünftige
Auseinandersetzung mit Drogen im allgemeinsten Sinne verhindert.
Daniel Deckers Jahrgang 1960, in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.
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