Home
http://www.faz.net/-gus-7hov2
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
50 Plus

Erfundene Vergewaltigung Tochter von Horst Arnold fordert Schmerzensgeld

Fünf Jahre saß Horst Arnold unschuldig im Gefängnis, weil Heidi K. ihn fälschlicherweise der Vergewaltigung beschuldigte. Die frühere Lehrerin wurde inzwischen wegen Freiheitsberaubung verurteilt. Die Tochter des verstorbenen Arnold klagt nun auf Schmerzensgeld.

© dpa Vergrößern Hat nun Revision gegen ihre Verurteilung eingelegt: Heidi K. mit ihrem Anwalt Torsten Rock.

Nach der langen Haftstrafe wegen einer erfundenen Vergewaltigung hat die verurteilte Lehrerin Heidi K. Revision eingelegt. Das Landgericht Darmstadt hatte das vermeintliche Opfer wegen der folgenschweren Lüge zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Die 48 Jahre alte Heidi K. hatte in einem Prozess 2002 nach Ansicht der Kammer  ihrem früheren Kollegen Horst Arnold zu Unrecht eine Vergewaltigung vorgeworfen. Arnold wurde verurteilt und musste die gesamte Strafe absitzen, bevor er in einem weiteren Prozess nachträglich freigesprochen wurde.

Die Tochter von Arnold fordert nun 80.000 Euro Schmerzensgeld von Heidi K.. Sie habe am Landgericht Osnabrück eine Klage auf Schmerzensgeld eingereicht, sagte am Freitag ein Gerichtssprecher. Das Verfahren soll am 11. Oktober beginnen.

Arnold hatte stets seine Unschuld beteuert und wurde im Jahr 2011 in einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen. Er starb ein Jahr später im saarländischen Völklingen an Herzversagen.

Die Zuständigkeit des Osnabrücker Landgerichts für die Schmerzensgeldklage ergibt sich daraus, dass die Beklagte ihren Wohnsitz im Kreis Osnabrück hat. Bislang ist erst ein Termin angesetzt.

Mehr zum Thema

Quelle: DPA

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Ruby-Prozess Überraschender Freispruch für Silvio Berlusconi

Silvio Berlusconi ist im Ruby-Prozess um Sex mit minderjährigen Prostituierten und Amtsmissbrauch in zweiter Instanz freigesprochen worden. Ein Berufungsgericht in Mailand erklärte den Ex-Regierungschef überraschend für nicht schuldig. Mehr

18.07.2014, 14:13 Uhr | Politik
Wegen Behinderung der Justiz Freund von Boston-Attentäter drohen 20 Jahre Haft

Weil er vom Tatverdacht gegen den Attentäter des Bombenanschlags auf den Boston-Marathon im April 2013 ablenken wollte, ist ein Studienfreund von Dzokhar Tsarnaev nun schuldig gesprochen worden. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft. Mehr

21.07.2014, 23:25 Uhr | Gesellschaft
Indien Henker dringend gesucht

Unzählige junge Inder suchen einen Job, aber zu allem sind sie nicht bereit: Die Henkerbranche im Land leidet unter akutem Nachwuchsmangel. Um das zu ändern, ergreift ein südlicher Bundesstaat ungewöhnliche Maßnahmen. Mehr

23.07.2014, 13:29 Uhr | Gesellschaft

Biographie über George Bush Bush junior schreibt Buch über Bush senior

George W. Bush schreibt eine Biographie über seinen Vater, Gérard Depardieu blitzt bei den Russen ab und Kiefer Sutherland nervt die Kollegen – der Smalltalk. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden