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Entführung Suche nach Madeleine wird am Tatort in Portugal eingestellt

11.05.2007 ·  Für Eltern ist dies ein Albtraum: Ihr Kind verschwindet aus seinem Schlafzimmer in der Ferienanlage. Die dreijährige Britin Madeleine McCann wird nun schon seit einer Woche vermisst. Die Ermittler gehen von einer Entführung im Ferienort an der Algarve aus.

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Gut eine Woche nach der Entführung der kleinen Madeleine aus einer Ferienanlage im Süden Portugals ist die Suche in der Umgebung des Tatorts eingestellt worden. Seit dem Verschwinden des dreijährigen britischen Mädchens sei ein Gebiet von mehr als 200 Quadratkilometern in der Gegend durchkämmt worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Da die Suche ergebnislos verlaufen sei, werde nun ein Großteil der mehr als 200 Einsatzkräfte abgezogen. Die Ermittlungen gingen aber unvermindert weiter, hieß es. Die Polizei schloss aus, dass die erneut vernommenen Eltern - ein Ärzteehepaar, das in Portugal Urlaub macht - etwas mit der Tat zu tun haben könnten. Die Ermittler gehen von einer Entführung des kleinen Mädchens aus, das am Samstag vier Jahre alt wird.

Madeleine „Maddie“ McCann war am Donnerstag vor einer Woche aus der Ferienwohnung ihrer Familie verschwunden, während die Eltern in einem nur wenige Meter entfernten Restaurant zu Abend aßen. Ihre zweijährigen Geschwister Sean und Amelie fanden die Eltern friedlich schlafend in ihren Betten vor. Die Eltern und die Großeltern des kleinen Mädchens wurden am Donnerstag über mehrere Stunden vernommen.

Brite setzt hohe Belohnung aus

Die Polizei vermutet, dass eine internationale Bande hinter der Tat steckt. Dabei ist allerdings unklar, ob die Entführung das Werk eines Pädophilen-Rings gewesen sein könnte oder einer Mafia, die gekidnappte Kinder im Ausland gegen hohe Geldbeträge an Adoptiveltern vermittelt. Nach Informationen der Zeitung „Correiro da Manha“ verhörten die Ermittler am Freitag zwei Verdächtige, die in die mutmaßliche Entführung des Mädchens verwickelt sein sollen. Die Polizei bestätigte den Bericht zunächst nicht. Laut „Diario de Noticias“ untersuchen die Ermittler zudem, ob die Entführer Komplizen innerhalb der Ferienanlage hatten.

Der britische Geschäftsmann Stephen Winyard erklärte sich unterdessen zur Zahlung von einer Million Pfund (1,46 Millionen Euro) für Hinweise bereit, die zur Befreiung des kleinen Mädchens führen. Er hoffe, die Familie und die Polizei nähmen sein Angebot an, sagte der Besitzer eines schottischen Gesundheitszentrums der Londoner „Times“. Er sei selbst Vater dreier Kinder im Alter zwischen acht und 15 Jahren und habe die Fotos von den verzweifelten Eltern kaum ertragen, sagte Winyard weiter. Da niemand anderes Geld angeboten habe, sei er schließlich auf die Idee gekommen, es selbst zu tun.

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