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Übergriffe in Berlin : Elfjährige fremdenfeindlich beschimpft

  • Aktualisiert am

Zwei fremdenfeindlich motivierte Übergriffe haben sich am Samstag in Berlin ereignet (Archivbild). Bild: dpa

Ein Unbekannter hat ein elf Jahre altes Mädchen auf einem Spielplatz in Berlin Mitte fremdenfeindlich beleidigt. Das Mädchen ist deutscher Herkunft.

          In Berlin Mitte ist laut Polizei am Samstag ein elfjähriges Kind fremdenfeindlich beschimpft worden. Am Nachmittag habe die 32 Jahre alte Mutter des Mädchens die Beamten verständigt, weil ihre Tochter auf einem Spielplatz an der Leipziger Straße von einem unbekannten Mann beschimpft worden sei, teilte die Polizei mit.

          Demnach hatte der Mann sich über die Lautstärke der dort spielenden Kinder beschwert. Als das Mädchen erwiderte, Kinder dürften auf einem Spielplatz spielen, habe der Mann sie fremdenfeindlich beleidigt und sei weggegangen. Das Mädchen ist nach Polizeiangaben deutscher Herkunft.

          Auch in Neukölln ist ein Elfjähriger fremdenfeindlich beschimpft und zudem leicht verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, hielt sich der Junge am Samstagabend mit einem Freund auf einem Hügel am U-Bahnhof Johannisthaler Chaussee auf, als fünf Jugendliche – vier Jungen und ein Mädchen – zu ihnen kamen. Zwei der Jungen sollen sich über ihn lustig gemacht haben und handgreiflich geworden sein. Einer soll ihn fremdenfeindlich beschimpft und so mit der flachen Hand und Fäusten geschlagen haben, dass sich der Junge im Gesicht verletzte.

          Die Gruppe war weg, als die Polizei eintraf. Der Junge musste im Krankenhaus behandelt werden. Den Beamten sagte er später, er habe einen aus der Gruppe entfernt gekannt. Der beschimpfte Junge sei polnischer Herkunft, zu den Tätern liege nur eine Personenbeschreibung vor, sagte ein Sprecher der Polizei.

          In beiden Fällen habe der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

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