http://www.faz.net/-gum-99o5i

Übergriffe in Berlin : Elfjährige fremdenfeindlich beschimpft

  • Aktualisiert am

Zwei fremdenfeindlich motivierte Übergriffe haben sich am Samstag in Berlin ereignet (Archivbild). Bild: dpa

Ein Unbekannter hat ein elf Jahre altes Mädchen auf einem Spielplatz in Berlin Mitte fremdenfeindlich beleidigt. Das Mädchen ist deutscher Herkunft.

          In Berlin Mitte ist laut Polizei am Samstag ein elfjähriges Kind fremdenfeindlich beschimpft worden. Am Nachmittag habe die 32 Jahre alte Mutter des Mädchens die Beamten verständigt, weil ihre Tochter auf einem Spielplatz an der Leipziger Straße von einem unbekannten Mann beschimpft worden sei, teilte die Polizei mit.

          Demnach hatte der Mann sich über die Lautstärke der dort spielenden Kinder beschwert. Als das Mädchen erwiderte, Kinder dürften auf einem Spielplatz spielen, habe der Mann sie fremdenfeindlich beleidigt und sei weggegangen. Das Mädchen ist nach Polizeiangaben deutscher Herkunft.

          Auch in Neukölln ist ein Elfjähriger fremdenfeindlich beschimpft und zudem leicht verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, hielt sich der Junge am Samstagabend mit einem Freund auf einem Hügel am U-Bahnhof Johannisthaler Chaussee auf, als fünf Jugendliche – vier Jungen und ein Mädchen – zu ihnen kamen. Zwei der Jungen sollen sich über ihn lustig gemacht haben und handgreiflich geworden sein. Einer soll ihn fremdenfeindlich beschimpft und so mit der flachen Hand und Fäusten geschlagen haben, dass sich der Junge im Gesicht verletzte.

          Die Gruppe war weg, als die Polizei eintraf. Der Junge musste im Krankenhaus behandelt werden. Den Beamten sagte er später, er habe einen aus der Gruppe entfernt gekannt. Der beschimpfte Junge sei polnischer Herkunft, zu den Tätern liege nur eine Personenbeschreibung vor, sagte ein Sprecher der Polizei.

          In beiden Fällen habe der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

          Weitere Themen

          Schießerei in Malmö Video-Seite öffnen

          Tote und Verletzte : Schießerei in Malmö

          Die Polizei vermutet einen Konflikt zwischen Kriminellen, ein terroristischer Hintergrund wird ausgeschlossen. Die Ermittler haben die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung gebeten.

          Prostitution über soziale Medien Video-Seite öffnen

          Teilzeit-Freundin in Hongkong : Prostitution über soziale Medien

          Die Zahl der jungen Frauen, die in Hongkong Sex gegen Geld anbieten, wächst. In Kontakt mit ihren Freiern kommen die so genannten "Teilzeit-Freundinnen" häufig über soziale Medien. Dass dies ein gefährliches Ende nehmen kann, begreifen die Teenager häufig nicht.

          Topmeldungen

          Deutschland bei der WM : War’s das schon?

          Einiges deutet darauf hin, dass die gealterten Wohlfühl-Weltmeister trotz des Fehlstarts gegen Mexiko in der Welt der Selbsttäuschung verharren wollen. Das könnte das vorzeitige WM-Aus bedeuten.
          „Einen Automatismus gibt es nicht – schon gar nicht für Unsinn aus der bayerischen Wahlkampfzentrale“: die saarländische SPD-Vorsitzende Anke Rehlinger

          Warnung an die Union : SPD: Ohne unser Ja kein Kompromiss im Asylstreit

          Im Asylstreit in der Union verschärft jetzt auch der Koalitionspartner den Ton. Ohne Zustimmung der SPD sei keine Einigung im Kabinett möglich, sagt die saarländische SPD-Vorsitzende Rehlinger und kritisiert das „bayerische Tollhaus“. Auch aus Hessen kommen schwere Vorwürfe.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.