22.09.2004 · Die Fracht eines jamaikanischen Containers hat Zollfahnder stutzig gemacht: Normalerweise liefert die Karibikinsel kein Parkett. Zwischen dem Holz fanden die Fahnder dann Marihuana - genug für vier Millionen Joints.
In einem Schiffscontainer aus Jamaika haben Hamburger Zollfahnder 2,2 Tonnen Marihuana entdeckt. Es handelt sich dabei um den größten Marihuana-Fund der letzten drei Jahre in Deutschland, teilte das Zollfahndungsamt mit. Die Drogen sollen einen auf dem Schwarzmarkt einen Wert von rund 6,6 Millionen Euro haben.
Das Marihuana war zwischen einer Ladung Parkettfußboden versteckt und reicht nach Angaben des Zolls für rund vier Millionen Joints. Aufgefallen war die Fracht, weil eine Ladung Parkettboden für einen Container aus Jamaika eher ungewöhnlich ist. Als Empfänger der bereits im August entdeckten Marihuana-Lieferung wurden in Düsseldorf ein 30jähriger Niederländer und sein 57jähriger Vater ermittelt. Beide Männer sitzen in Untersuchungshaft.
Niederländer war wegen Ecstasy-Schmuggel in Haft
Der verhaftete 57jährige Niederländer ist der Polizei bekannt. Er hatte bereits zwei Jahre in Großbritannien wegen des Schmuggels von 100.000 Ecstasy-Tabletten in Haft gesessen und war erst 2003 entlassen worden. Im gesamten vergangenen Jahr stellte der Zoll in Deutschland 1,35 Tonnen Marihuana sicher.