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Dresden Tod im Gerichtssaal: Anklage wegen Mordes

25.08.2009 ·  Acht Wochen nach dem gewaltsamen Tod einer Ägypterin im Landgericht Dresden hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen Russlanddeutschen erhoben. Dem Täter werden Mord, versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

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Knapp zwei Monate nach dem Gewaltverbrechen an der Ägypterin Marwa El-Sherbini hat die Staatsanwaltschaft Dresden Anklage gegen den mutmaßlichen Täter erhoben. Der 28 Jahre alte Russlanddeutsche wird sich wegen Mordes an der 31 Jahre alten Ägypterin und versuchten Mordes an ihrem 32 Jahre alten Ehemann verantworten müssen, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte.

Da beide Opfer nicht mit der Attacke gerechnet hätten, sei das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt. Zudem geht die Staatsanwaltschaft von niedrigen Beweggründen aus und sieht „Hass auf Nichteuropäer und Moslems“ als Motiv des mutmaßlichen Täters.

Der Tatverdächtige, der im russischen Perm geboren wurde, hatte die als Zeugin geladene Ägypterin während einer Verhandlung im Dresdner Landgericht am 1. Juli mit mindestens 16 Messerstichen getötet und ihren Ehemann ebenfalls mit mindestens 16 Messerstichen attackiert. Als Tatwerkzeug hatte er laut Staatsanwaltschaft ein Küchenmesser mit einer 18 Zentimeter langen Klinge unbemerkt in den Gerichtssaal geschleust.

Der mutmaßliche Täter soll nach einem psychiatrischen Gutachten voll schuldfähig sein. Das Landgericht wird nun über die Anklage entscheiden und einen Termin für die Hauptverhandlung bestimmen.

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