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Mit Auto geflüchtet : Drei Verdächtige im Fall Nidal R. gesucht

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In der Odeonstraße am Tempelhofer Feld wurde der 36 Jahre alte Mann am Sonntag niedergeschossen. Bild: dpa

Am Sonntag wurde das Berliner Clanmitglied Nidal R. in Neukölln niedergeschossen. Die Polizei sucht nach drei Verdächtigen. Experten fürchten eine Eskalation der Gewalt zwischen Clans.

          Nach den tödlichen Schüssen auf den Intensivstraftäter Nidal R. in Berlin gehen die Ermittler inzwischen von drei Tätern aus. Achtmal sei auf den 36 Jahre alten R. gefeuert worden, im Anschluss seien am Sonntagabend drei Männer geflüchtet und in ein Auto gestiegen, das davonraste, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Der Fluchtwagen wurde demnach in der Nacht zum Dienstag von Unbekannten angezündet.

          Sicherheitsexperten befürchten nach der tödlichen Attacke eine Eskalation der Gewalt zwischen kriminellen Mitgliedern arabischstämmiger Großfamilien.

          Die Gewerkschaft der Polizei teilte mit, Auseinandersetzungen würden gewalttätig und ohne Skrupel auf Berlins Straßen ausgetragen. Das sei die Folge davon, dass diese Kriminellen jahrzehntelang keinen durchsetzungsstarken Rechtsstaat gespürt hätten.

          Der Berliner Senat will mit einer konzertierten Aktion den Druck auf diesen Personenkreis aufrechterhalten und ausbauen. Zuletzt hatte es verstärkt Durchsuchungen sowie Festnahmen von Verdächtigen gegeben.

          Die Leiche des 36-Jährigen wurde am Dienstag nach der Obduktion freigegeben. Nidal R. soll am Donnerstag beigesetzt werden. Die Polizei rechnet mit zahlreichen Trauergästen und will präsent sein.

          Nidal R. wurde am Sonntag in Berlin-Neukölln vor den Augen seiner Familie niedergeschossen. Er  starb wenig später im Krankenhaus. Vor der Klinik in Berlin-Steglitz versammelte sich eine aufgebrachte Menge. Die Polizei war mit Großaufgebot im Einsatz.

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