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Tödliche Attacke in Reutlingen : Mit einem Dönermesser durch die Stadt gelaufen

  • Aktualisiert am

Beamte der Spurensicherung untersuchen den Tatort in Reutlingen. Bild: Reuters

Zuerst tötet er eine Frau, dann terrorisiert und verletzt er in Reutlingen Passanten und Autofahrer. Vermutlich war es eine Beziehungstat, doch für viele steht die Nationalität des Täters im Vordergrund.

          Nach dem Angriff mit einer Toten und fünf Verletzten in Reutlingen untersuchen die Ermittler die Hintergründe der Bluttat. Zwar ist klar, dass sich das 45 Jahre alte Opfer und der 21 Jahre alte mutmaßliche Täter kannten. Doch das Motiv liegt noch im Dunkeln.

          Inzwischen wurden Details der Tat bekannt: Die Frau starb an Kopfwunden, die der junge Mann ihr mit einem 30 bis 40 Zentimeter langen Dönermesser zugefügt hatte – zuvor war von einer Machete als Tatwaffe geredet worden. Fünf weitere Menschen - drei mehr als zunächst gemeldet - wurden in der Folge verletzt. Der Mann war auf seiner Flucht mit dem langen Messer in der Innenstadt unterwegs und verbreitete Angst und Schrecken.

          Polizei: Kein terroristischer Hintergrund

          Der mutmaßliche Täter und sein Opfer hatten vor der Bluttat nach Polizeiangaben einen Streit. Dass die beiden sich kannten, sei aus Berichten von Augen- und Ohrenzeugen hervorgegangen. Man gehe von einer Beziehungstat aus. Einen terroristischen Hintergrund hatte die Polizei rasch ausgeschlossen. Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch (parteilos) äußerte sich „sehr bestürzt und entsetzt“. Sie lobte den schnellen Einsatz von Polizei und Rettungskräften.

          Auf die schriftliche Mitteilung der Polizei, dass es sich bei dem Tatverdächtigen „um einen 21-jährigen Asylbewerber aus Syrien“ handele, reagierten Menschen im Internet mit fremdenfeindlichen Kommentaren. „Für den Tathergang spielt es keine Rolle“, hieß es bei der Polizei. „Aber wir nennen Ross und Reiter.“

          Reutlingen : Mann tötet Frau mit Machete und verletzt weitere Menschen

          Gewalt bei der Flucht durch die Stadt

          Nach Darstellung der Polizei schlug der Mann auf seiner Flucht mit dem Messer die Scheiben eines Autos ein, in dem sich zwei Insassen befanden. Bei dem Angriff erlitt eine Frau Schnittwunden am Unterarm, ein Mann trug einen Schock davon.

          Im Anschluss verletzte der mutmaßliche Täter einen Mann in einer Gaststätte im Gesicht so schwer, dass er ins Krankenhaus kam. Während der Flucht des Täters verletzten sich zwei weitere 54 und 21 Jahre alte Frauen. Die Ältere der beiden musste wegen einer Kopfplatzwunde behandelt werden, die Jüngere erlitt einen Schock. Sie kamen ebenfalls in die Klinik.

          Täter war der Polizei bekannt

          Auch der mutmaßliche Täter ist nach einem Zusammenstoß mit einem Auto, der seiner Flucht ein Ende setzte, schwer verletzt worden. Die Polizei berichtete, er müsse intensivmedizinisch betreut werden. „Er ist derzeit nicht vernehmungsfähig und wird von der Polizei bewacht.“ Lebensgefahr bestand laut Aussage eines Polizeisprechers aber nicht. Der Festgenommene ist der Polizei schon wegen mehrerer Körperverletzungen, Drogen- und Eigentumsdelikten bekannt.

          Quelle: bard./mben./dpa

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