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Chronik Kein Einzelfall: Amokläufe an Schulen

11.03.2009 ·  Leider kein Einzelfall: Immer wieder kommt es an Schulen zu blutigen Schießereien. Nicht nur in den Vereinigten Staaten, auch in Finnland und Deutschland kam es in den vergangenen Jahren wiederholt zu Amokläufen. Hier eine Chronik.

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Leider kein Einzelfall: Immer wieder kommt es an Schulen zu blutigen Schießereien. Nicht nur in den Vereinigten Staaten, auch in Deutschland schossen die Täter - meist ehemalige Schüler - Klassenkameraden und Lehrer nieder.

17. September 2009, Deutschland: Ein 18-Jähriger stürmt in sein Gymnasium im mittelfränkischen Ansbach und wirft zwei Molotowcocktails auf seine Mitschüler. Zehn Schüler werden verletzt, drei von ihnen schwer. Der mutmaßliche Täter selbst wird bei seiner Ergreifung von der Polizei angeschossen.

11. März 2009, Deutschland: Ein 17-Jähriger erschießt zehn Schüler und drei Lehrerinnen an der Albertville-Realschule in Winnenden, Baden-Württemberg. Auf der Flucht tötete er drei Passanten, ehe er selbst erschossen wird.

23. September 2008, Finnland: Ein 22-Jähriger tötet zehn Menschen in einer Berufsschule in Kauhajoki im Nordwesten Finnlands. Anschließend schießt er auf sich selbst und erliegt wenig später seinen Verletzungen.

14. Februar 2008, Vereinigte Staaten: Ein ehemaliger Student tötet an der Northern Illinois University fünf Menschen und verletzt 18, bevor er sich das Leben nimmt.

7. November 2007, Finnland: In Jokela erschießt ein 18-Jähriger acht Menschen, darunter sechs Mitschüler, bevor er die Waffe gegen sich selbst richtet.

16. April 2007, Vereinigte Staaten: An der Technischen Universität von Virginia erschießt ein Mann 32 Menschen und verletzt 15, der folgenschwerste Vorfall dieser Art in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

20. November 2006, Deutschland: In Emsdetten eröffnet ein 18-Jähriger das Feuer in seiner ehemaligen Schule. Mehrere Menschen werden verletzt, bevor der Täter Selbstmord begeht.

2. Oktober 2006, Vereinigte Staaten: Der Fahrer eines Lieferwagens eröffnet in Pennsylvania das Feuer im Klassenzimmer einer Schule der Amish, einer christlichen Religionsgemeinschaft. Fünf Mädchen werden getötet, fünf verletzt.

21. März 2005, Vereinigte Staaten: In Red Lake im Bundesstaat Minnesota richtet ein Jugendlicher in einer Schule ein Blutbad an und begeht anschließend Selbstmord. Neun Menschen sterben, unter ihnen fünf Schüler und eine Lehrerin. Zuvor hatte der Schüler seinen Großvater und dessen Lebensgefährtin getötet.

2. Juli 2003, Deutschland: Ein 16 Jahre alter Realschüler schießt im fränkischen Coburg während des Unterrichts auf seine Klassenlehrerin und verletzt anschließend eine Schulpsychologin. Danach tötet sich der Jugendliche. Die 41 Jahre alte Lehrerin bleibt unverletzt.

26. April 2002: Der 19jährige Robert Steinhäuser dringt in das Gutenberg-Gymnasium in Erfurt ein, erschießt 16 Menschen und tötet sich schließlich selbst. Die meisten der Opfer sind Lehrer.

19. Februar 2002, Deutschland: Im bayerischen Freising erschießt ein Schüler nach dem Rauswurf aus einer Wirtschaftsschule drei Menschen und richtet sich anschließend selbst.

Juni 2001, Japan: Ein Mann ersticht an einer Grundschule nahe Osaka acht Kinder.

5. März 2001, Vereinigte Staaten: In Santee im Bundesstaat Kalifornien sterben bei einer Schießerei in einer Schule zwei Schüler, mehrere weitere Menschen werden verletzt.

16. März 2000, Deutschland: Weil er am Tag zuvor von seinem Realschulinternat in Brannenburg (Bayern) verwiesen wurde, schießt ein 16 Jahre alter Schüler den Leiter der Anstalt in den Kopf und fügt sich dann selbst schwere Verletzungen zu. Der Internatsleiter stirbt sechs Tage später.

9. November 1999, Deutschland: In Meißen in Sachsen stürmt ein 15 Jahre alter Gymnasiast maskiert in ein Klassenzimmer und ersticht seine Lehrerin. Er hatte die Tat angekündigt und wird kurz darauf gefasst.

10. August 1999, Vereinigte Staaten: In Los Angeles in Kalifornien schießt ein Mann in einer jüdischen Vorschule um sich; er tötet zwei Erwachsene und drei kleine Kinder und wird später zu lebenslanger Haft verurteilt.

20. April 1999, Vereinigte Staaten: An der Columbine-Schule in Littleton im Bundesstaat Colorado erschießen zwei schwarz gekleidete und vermummte Jugendliche zwölf Mitschüler und einen Lehrer und begehen anschließend Selbstmord.

3. Juni 1983, Deutschland: Ein Exil-Tschechoslowake (34) erschießt in einer Schule in Eppstein-Vockenhausen (Hessen) fünf Menschen: zwei zwölfjährige Schülerinnen, einen elfjährigen Schüler, einen Lehrer und einen Polizisten. Danach erschießt der Täter sich selbst. Ein Lehrer überlebt schwer verletzt. Das Motiv des als aggressiv geltenden Amokschützen bleibt rätselhaft.

11. Juni 1964, Deutschland: Ein 42 Jahre alter Invalide (42) tötet in der katholischen Volksschule des Kölner Vororts Volkhoven zehn Menschen. Er gibt vom Schulhof aus mit einem Flammenwerfer durch ein offenes Fenster mehrere Flammenstöße auf eine Klasse neun- bis elfjähriger Kinder ab und ersticht danach zwei Lehrerinnen mit einer Lanze. Acht der 28 schwer verletzten Kinder sterben. Der Täter vergiftet sich.

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