Home
http://www.faz.net/-gum-7480n
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
50 plus

Berlin Mann erschießt Ehefrau und sich selbst vor den Augen der Kinder

Bei einem Familiendrama in Berlin-Kreuzberg stirbt ein Ehepaar. Ihre drei Kinder waren zur der Zeit in der Wohnung – und mussten die Tat offenbar mit ansehen.

© dpa Vergrößern Fassungslose Nachbarn stehen in der Nacht vor dem Haus, in dem die Tat geschah.

Bei einem Ehestreit hat ein 40 Jahre alter Mann in Berlin-Kreuzberg seine Frau und sich selbst erschossen – wie die Bild-Zeitung berichtet, offenbar vor den Augen der drei Kinder des Paares. Ein Polizeisprecher sagte am Donnerstag, die zehn, zwölf und 18 Jahre alten Kinder seien während der Tat am Mittwochabend in der Wohnung gewesen. Sie waren zu Nachbarn geflüchtet, als die alarmierte Polizei in dem Haus in der Oranienstraße eintraf. Die 39 Jahre alte Frau war zu dem Zeitpunkt bereits tot, der Mann erlag seinen Verletzungen kurz darauf im Krankenhaus.

Eine Obduktion soll jetzt Aufschluss über die genaue Todesursache geben. Ersten Ermittlungen zufolge habe es einen Streit zwischen dem Ehepaar gegeben, sagte der Staatsanwalt Martin Steltner. Der Mann habe seine Frau mit einem gezielten Schuss aus einer illegal angeschafften Pistole getötet. „Anschließend hat er sich vermutlich dreimal in die Brust geschossen“, sagte Steltner weiter. Nach Angaben des Staatsanwalts hatte der 40 Jahre alte Täter keinen Waffenschein. Woher er die Pistole bekommen habe, war am Donnerstag noch ungewiss.

Mann und Frau sterben bei Streit in Berlin-Kreuzberg Die Frau war bereits tot, als Polizei und Krankenwagen eintrafen. Der Mann starb im Krankenhaus. © dpa Bilderstrecke 

Zum Auslöser des Streits machten Polizei und Staatsanwaltschaft bislang keine Angaben. Berliner Medien berichteten online, der gebürtige Türke habe vermutlich in sein Heimatland zurückkehren wollen. Seine Frau dagegen wollte mit den Kindern in Deutschland bleiben. Darüber hätte das Ehepaar häufig gestritten, berichteten Zeitungen mit Verweis auf Nachbarn.

Quelle: LBN/DPA

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Alltag im Jugendamt Daheim, weg, daheim, wieder weg

Kinder brauchen Klarheit, sagt das Jugendamt. Im Fall von Ashley, Vivian und Jeremy ist das gründlich schiefgegangen. Sie leben nun schon zum zweiten Mal in staatlicher Obhut. Doch geht es ihnen dort besser? Mehr Von Christian Palm

16.04.2015, 15:37 Uhr | Rhein-Main
Familiendrama Acht tote Kinder in Haus in Australien entdeckt

Im australischen Cairns wurden acht Kinderleichen gefunden. Eine 34-jährige Frau, laut Medienberichten die Mutter der Kinder, wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Mehr

19.12.2014, 12:07 Uhr | Gesellschaft
Angriff mit Gaspistole Schüsse auf dem Römerberg

Alles geht sehr schnell: Zwei Männer, eine Gaspistole, ein Verletzter - und das alles auf dem Frankfurter Römerberg. Augenzeugen sind fassungslos. Mehr Von Tobias Rösmann

15.04.2015, 07:32 Uhr | Rhein-Main
Berlin Salafisten-Razzia unabhängig von Paris-Attentat

Nach den Razzien in der Berliner Salafistenszene hat Staatsanwalt Martin Steltner gesagt, es gebe keinen ersichtlichen Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris. Mehr

16.01.2015, 11:00 Uhr | Politik
Eine Freundschaftsanfrage Zu Gast bei Facebook-Freunden

Die sozialen Medien haben neu definiert, was Freundschaft ist. Was aber passiert, wenn wir unsere Freunde persönlich besuchen? Ein Experiment. Mehr Von Katrin Hummel

15.04.2015, 13:50 Uhr | Gesellschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 08.11.2012, 13:16 Uhr

Iris Berben „Fremdenfeindlichkeit ist in Deutschland tief verankert“

Schauspielerin Iris Berben ist beunruhigt von der Mitte der Gesellschaft, in London warten die Menschen auf das Kind von Kate und William und Maren Kroymann ist noch fresh im Alter – der Smalltalk. Mehr 8

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden