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Beilwurf von Autobahnbrücke Tatverdächtiger muss in Psychiatrie

 ·  Ein arbeitsloser Mann ohne festen Wohnsitz soll ein Beil von einer Autobahnbrücke geschleudert haben. Das Werkzeug durchschlug die Windschutzscheibe eines Autos. Der Tatverdächtige wurde in die Psychiatrie eingewiesen

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Nach dem Beilwurf von einer Autobahnbrücke bei Elmshorn ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes gegen einen 42-Jährigen. Der zuständige Ermittlungsrichter ordnete am Mittwoch die einstweilige Unterbringung des Mannes in einer psychiatrischen Einrichtung an, wie der Itzehoer Oberstaatsanwalt Wolfgang Zepter sagte. Der Arbeitslose, der keinen festen Wohnsitz hat, schweigt bislang zu den Vorwürfen. Er soll am Dienstagnachmittag ein Beil von einer Brücke über die Autobahn 23 geschleudert haben. Das Werkzeug durchschlug die Windschutzscheibe eines Wagens und landete im Fußraum der Beifahrerseite. Der 65 Jahre alte Fahrer, der allein im Auto saß, kam mit dem Schrecken davon.

Hinweise von Zeugen hatten die Polizei bereits kurz nach der Tat auf die Spur des 42-Jährigen gebracht. Der Mann wurde bis in die Nacht zum Mittwoch hinein vernommen. Die Autobahn in Richtung Hamburg war am späten Dienstagnachmittag kurzzeitig gesperrt worden, um Spuren zu sichern.

Wegen eines ähnlichen Delikts bereits verurteilt

Ein Gutachter soll nun untersuchen, ob der Mann die Tat möglicherweise im Zustand der Schuldunfähigkeit oder der verminderten Schuldgfähigkeit begangen habe. Den Angaben zufolge ist der Obdachlose wegen eines ähnlichen Vergehens bereits verurteilt. Im Frühjahr hatte er ein Fahrrad auf eine Autobahn geworfen. Dabei kamen keine Menschen zu Schaden. Von einem Amtsgericht wurde er deshalb zu einer Geldstrafe verurteilt.

Vor einem halben Jahr hatte ein tödlicher Holzklotzwurf von einer Autobahnbrücke bei Oldenburg für Aufsehen gesorgt. Der sechs Kilogramm schwere Klotz hatte am Ostersonntag die Windschutzscheibe eines Autos durchschlagen und eine 33-jährige Frau auf dem Beifahrersitz vor den Augen ihrer Familie getötet. Die Staatsanwaltschaft hat im Juli gegen den mutmaßlichen Täter Anklage wegen Mordes erhoben.



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