Ein vermisster Fünfjähriger aus dem baden-württembergischen Herbolzheim ist tot. Der Leichnam des Jungen wurde am späten Mittwochnachmittag am Rande des Gemeindegebiets gefunden. Nach dem Kind war seit dem Mittag mit einem Großaufgebot gesucht worden. Ob es sich um ein Gewaltverbrechen handelt, war zunächst unklar. Nach Angaben der Polizei ist der Fünfjährige nicht eines natürlichen Todes gestorben.
Der Junge war den Angaben zufolge am Mittwoch nicht wie gewohnt in den Kindergarten gekommen. Nach Angaben der Mutter war das Kind zuletzt bei seinem Vater. Die Großmutter bestätigte, Vater und Sohn seien am Vorabend bei ihr gewesen.
Obduktion angeordnet
Der Vater selbst will sich laut Polizei nicht erinnern können. Er sei am frühen Morgen in einem „gesundheitlichen Ausnahmezustand“ aufgefunden worden, teilte die Polizei mit.
Sein Sohn wurde von den Suchtrupps in der Nähe des Fahrzeugs seines Vaters in einem Weinberg außerhalb der Ortschaft entdeckt. Ob das Kind Verletzungen aufwies, wollte der Polizeisprecher nicht sagen. Eine Obduktion wurde angeordnet.
Die Eltern leben laut Polizei zusammen. Der Vater habe mit dem Kind aber häufiger bei der Großmutter übernachtet. Deshalb habe die Mutter ihr Kind zunächst nicht vermisst, sagte ein Polizeisprecher. Warum der Vater in ärztlicher Behandlung ist, wollte der Sprecher nicht sagen. Es handele sich um „nicht übliche Familienverhältnisse“. Eine Pressekonferenz war für den Abend nicht geplant. Die Kripo wollte die ganze Nacht durch ermitteln.
In ihrer Vermisstenmeldung hatte die Polizei das Alter des Jungens zuerst mit vier Jahren angegeben und dies später korrigiert.