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„Brandsatz“ : Auto von Ehefrau des AfD-Politikers Junge brennt aus

  • Aktualisiert am

Der AfD-Fraktionsvorsitzende Uwe Junge in Mainz im Landtag. Bild: dpa

Bei der Karnevalssitzung „Mainz bleibt Mainz“ wurde der rheinland-pfälzische AfD-Landtagsfraktionschef Uwe Junge des Saales verwiesen, jetzt ist das Auto seiner Frau ausgebrannt. Es wäre nicht der erste Angriff auf ihn.

          Das Auto der Ehefrau des rheinland-pfälzischen AfD-Landtagsfraktionschef Uwe Junge ist in der Nacht zum Donnerstag ausgebrannt. Die Ursache für das Feuer war nach Angaben der Polizei zunächst unklar. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte eine Sprecherin. Der AfD-Politiker schrieb hingegen auf seiner Facebook-Seite, der Wagen sei angezündet worden: „Heute Nacht haben noch Unbekannte bei mir Zuhause das Auto meiner Frau mit einem Brandsatz angezündet.“ Nur durch Glück habe das Feuer nicht aufs Haus übergegriffen.  Das Auto stand der Polizei zufolge vor dem Wohnhaus von Junge und seiner Frau in Mertloch (Kreis Mayen-Koblenz). Der Schaden wird auf rund 15.000 Euro geschätzt. Die CDU-Fraktionsvorsitzende Julia Klöckner schrieb auf Twitter: „Schlimmer Vorfall – egal, wen es trifft. Politiker aller Parteien dürfen nicht zur Zielscheibe werden. Wir hoffen auf rasche Aufklärung.“

          „Totalschaden“: Facebook-Post von Uwe Junge

          Solidarität hatte Junge nach einem anderen Vorfall nicht von allen Kollegen bekommen. Auf Facebook schrieb er deswegen in Richtung des stellvertretenden Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Volker Wissing (FDP): „Vielleicht äußert sich Minister Wissing wieder, wie nach dem Übergriff auf mich: ,Wer Gewalt sät, wird Gewalt ernten!‘“ Wissing hatte nach einem körperlichen Angriff auf Jung 2016 getwittert: „Die #AfD sät Gewalt. Die AfD erntet Gewalt.“ Wissing erklärte später dazu, dass er Gewalt in der Sprache ablehne, weil sie zu Gewalttaten führe. Die AfD in Rheinland-Pfalz stand gerade erst wieder in der Kritik, weil auf ihrer Facebook-Seite Hass-Kommentare gegen Muslime nicht gelöscht wurden („Nur ein toter Moslem ist ein  guter Moslem“, „Verbrennt die Arschlöcher“).

          Linksextreme gehen bei Angriffen auf AfD-Politiker schon lange sehr aggressiv vor. Im September wurde das Auto von AfD-Chefin Frauke Petry in Leipzig angezündet. Auch das Fahrzeug von AfD-Vize Beatrix von Storch ging schon nach einem Brandanschlag in Flammen auf.

          Allerdings werden nicht nur rechte Politiker angegriffen – im Gegenteil. Laut einem Bericht der „Tagesschau“ gab es 2016 mehr als 140 rechte Übergriffe gegen Politiker von Parteien, die im Bundestag vertreten sind. Besonders betroffen waren Linkspartei und CDU. Dabei besteht demnach in vielen Fällen ein Zusammenhang zwischen Kampagnen gegen Flüchtlinge und Übergriffen auf Politiker: Es würden insbesondere Politiker zum Ziel von Angriffen, die sich in der Flüchtlingspolitik und gegen Rechtsextremismus engagierten.

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