13.09.2009 · Bei einem zunächst friedlichen Straßenfest im Hamburger Schanzenviertel ist es in der Nacht zum Sonntag abermals zu Ausschreitungen gekommen. Die Beamten setzten Wasserwerfer ein, Randalierer warfen mit Flaschen und Steinen.
In Hamburg ist es am frühen Sonntagmorgen die zweite Nacht hintereinander zu Ausschreitungen gekommen. Nach einem Straßenfest im Schanzenviertel griffen mehrere Hundert Randalierer eine Polizeiwache an. „Es handelte sich dabei um die Dienststelle in der Stresemannstraße“, sagte Polizeisprecher Ralf Meyer der Nachrichtenagentur AP. Das Kommissariat 16 enthält eine Sammelstelle für Gefangene. Um 13.00 Uhr sollten auf einer Pressekonferenz im Hamburger Polizeipräsidium nähere Informationen zu dem Vorfall gegeben werden.
Entgegen den Erwartungen war das Schanzenfest am Samstagabend zunächst friedlich und ohne Ausschreitungen verlaufen. Erst in der Nacht griffen Gewaltbereite an verschiedenen Stellen in dem Stadtteil die Polizei an. Diese setzte Wasserwerfer ein.
In den Jahren davor waren Ausschreitungen nach dem Schanzenfest regelmäßig eine besondere Herausforderung für die Polizei, weil sich stets gewaltbereite junge Leute unter Hunderte Kneipengänger mischten.
Erst am Freitagabend waren in Hamburg bei schweren Ausschreitungen am Rande einer Demonstration gegen einen NPD-Aufmarsch zwölf Polizeibeamte verletzt worden. 60 an den Ausschreitungen Beteiligte wurden fest- und in Gewahrsam genommen, wie die Polizei weiter mitteilte. Dabei habe es sich überwiegend um linke Aktivisten gehandelt. Die Demonstranten zündeten Barrikaden und Autos an und attackierten die Polizei mit Flaschen und Steinen, Fensterscheiben gingen zu Bruch.