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Amoktat von Aurora Schütze hortete monatelang Munition

Am zweiten Tag der Anhörung des Amokschützen von Aurora beschreiben Fachleute die genaue Vorbereitung des Täters – er hatte viele Monate zuvor Waffen und Munition gekauft.

© REUTERS Vergrößern Schon am Montag zeigte ein Polizist während der Anhörung, wo die Opfer des Todesschützen gefunden wurden.

Der mutmaßliche Amokläufer von Aurora, der in einem amerikanischen Kino zwölf Menschen erschoss, soll über Monate ein Waffenarsenal aufgebaut haben. Zudem habe der 25 Jahre alte James Holmes sich vor der Bluttat im Juli vier Schusswaffen, zwei Glock-Pistolen, ein halbautomatisches Gewehr und ein Schrotflinte, legal im Internet und in Waffengeschäften gekauft. Das erklärten Ermittler bei einer gerichtlichen Anhörung am Dienstag in Centennial im Bundesstaat Colorado.

Im Einzelnen habe der mutmaßliche Täter 6.295 Patronen über Monate vor dem Blutbad gekauft. Auch zwei Kanister Tränengas habe er erworben. In seiner Wohnung habe er mit Napalm und Glyzerin mehrere Sprengstoff-Fallen gelegt. „Das ganze Appartement wäre entweder in die Luft gegangen oder es hätte in Flammen gestanden“, sagte Ermittler Garrett Gumbinner am Dienstag nach Angaben der Zeitung „Denver Post“.

Tränen der Familienangehörigen

Bei der Anhörung wurden auch erstmals Tonbänder von telefonischen Notrufen bei dem Massaker vorgeführt. Unter anderem habe dabei ein 13 Jahre altes Mädchen unter Tränen berichtet, dass ihre sechsjährige Cousine erschossen worden sei. Bei einem anderen Anruf seien nach Angaben des Senders CNN statt der Hilferufe nur rund 30 Schüsse innerhalb einer halben Minute zu hören gewesen. Familienangehörige der Opfer lagen sich weinend in den Armen, als die Bänder im Gericht angehört wurden.

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Es ist das erste Mal, dass derartige Details der Tat vom 20. Juli offiziell bekanntwerden. Der Richter hatte zuvor eine Nachrichtensperre verhängt. Die Anhörung soll bis Ende der Woche dauern. Danach soll darüber entschieden werden, ob es genug Beweise gibt, um gegen den Schützen einen Prozess zu eröffnen. Seine Verteidiger wollen stattdessen, dass Holmes für unzurechnungsfähig erklärt wird.

Quelle: FAZ.NET mit dpa/AFP

 
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