Home
http://www.faz.net/-gum-75luw
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
50 plus

Amoktat von Aurora Schütze hortete monatelang Munition

Am zweiten Tag der Anhörung des Amokschützen von Aurora beschreiben Fachleute die genaue Vorbereitung des Täters – er hatte viele Monate zuvor Waffen und Munition gekauft.

© REUTERS Schon am Montag zeigte ein Polizist während der Anhörung, wo die Opfer des Todesschützen gefunden wurden.

Der mutmaßliche Amokläufer von Aurora, der in einem amerikanischen Kino zwölf Menschen erschoss, soll über Monate ein Waffenarsenal aufgebaut haben. Zudem habe der 25 Jahre alte James Holmes sich vor der Bluttat im Juli vier Schusswaffen, zwei Glock-Pistolen, ein halbautomatisches Gewehr und ein Schrotflinte, legal im Internet und in Waffengeschäften gekauft. Das erklärten Ermittler bei einer gerichtlichen Anhörung am Dienstag in Centennial im Bundesstaat Colorado.

Im Einzelnen habe der mutmaßliche Täter 6.295 Patronen über Monate vor dem Blutbad gekauft. Auch zwei Kanister Tränengas habe er erworben. In seiner Wohnung habe er mit Napalm und Glyzerin mehrere Sprengstoff-Fallen gelegt. „Das ganze Appartement wäre entweder in die Luft gegangen oder es hätte in Flammen gestanden“, sagte Ermittler Garrett Gumbinner am Dienstag nach Angaben der Zeitung „Denver Post“.

Tränen der Familienangehörigen

Bei der Anhörung wurden auch erstmals Tonbänder von telefonischen Notrufen bei dem Massaker vorgeführt. Unter anderem habe dabei ein 13 Jahre altes Mädchen unter Tränen berichtet, dass ihre sechsjährige Cousine erschossen worden sei. Bei einem anderen Anruf seien nach Angaben des Senders CNN statt der Hilferufe nur rund 30 Schüsse innerhalb einer halben Minute zu hören gewesen. Familienangehörige der Opfer lagen sich weinend in den Armen, als die Bänder im Gericht angehört wurden.

Mehr zum Thema

Es ist das erste Mal, dass derartige Details der Tat vom 20. Juli offiziell bekanntwerden. Der Richter hatte zuvor eine Nachrichtensperre verhängt. Die Anhörung soll bis Ende der Woche dauern. Danach soll darüber entschieden werden, ob es genug Beweise gibt, um gegen den Schützen einen Prozess zu eröffnen. Seine Verteidiger wollen stattdessen, dass Holmes für unzurechnungsfähig erklärt wird.

Quelle: FAZ.NET mit dpa/AFP

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Bluttat in Charleston Der Süden und sein Stolz

Wieder einmal erschüttert ein Verbrechen Amerika: Ein Einundzwanzigjähriger erschießt in einer Kirche neun Schwarze. Die Reaktion: Hilflosigkeit. Mehr Von Christiane Heil

21.06.2015, 23:12 Uhr | Gesellschaft
Kopenhagen Zwei mutmaßliche Attentats-Helfer angeklagt

Die dänischen Behörden haben Anklage gegen zwei mutmaßliche Komplizen des Attentäters von Kopenhagen erhoben. Die Festgenommenen hätten durch Rat und Tat dem Täter geholfen, teilte die Polizei mit. Mehr

16.02.2015, 12:41 Uhr | Politik
Niedersachsen Ehepaar inszeniert blutigen Mord mit Ketchup

Um ihren aufdringlichen früheren Liebhaber abzuschrecken, hat eine Ehefrau aus Niedersachsen zusammen mit ihrem Mann einen blutigen Mord vorgetäuscht. Mehr

24.06.2015, 15:49 Uhr | Gesellschaft
Tiger-Nachwuchs Vierlinge im Tierpark Berlin

Die Amurtiger Aurora und Darius sind erneut Eltern geworden. Ganze vier Tiger haben sie im Tierpark Berlin zur Welt gebracht. Mehr

16.06.2015, 16:49 Uhr | Gesellschaft
Mutmaßliche Islamisten Bombenbastler von Oberursel weiter in U-Haft

Ihre Festnahme geriet zum spektakulären Ereignis. Schließlich sollen der Deutsch-Türke und seine Frau einen Anschlag auf das Radrennen rund um Frankfurt geplant haben. Ein Ende der Ermittlungen ist noch nicht abzusehen, wie es heißt. Mehr

30.06.2015, 14:54 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 09.01.2013, 10:20 Uhr

Kate und William Ein neuer Tennisplatz für den Landsitz

Das britische Thronfolgerehepaar genehmigt sich einen neuen Tennisplatz, Malia Obama schraubt an ihrer Filmkarriere, und P. Diddy kommt um eine Klage herum – der Smalltalk. Mehr 5



Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden