Wenige Tage vor seinem zweiten Geburtstag ist ein Mädchen in Baden-Württemberg ums Leben gekommen. Es starb laut Obduktionsbericht an Herz-Kreislaufversagen infolge von Unterernährung. Die 24 Jahre alte Mutter aus Aldingen sitzt wegen Verdachts auf Totschlag durch Unterlassen in Untersuchungshaft, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mitteilten. Die alleinerziehende Mutter sei dem Jugendamt bekannt gewesen. Sie hatte ihre Tochter am Sonntag leblos in ihrem Bett gefunden und zunächst Angehörige informiert, die dann den Rettungsdienst alarmiert hatten. Dieser konnte jedoch nur noch den Tod des Kleinkindes feststellen.
Das knapp zwei Jahre alte Mädchen war stark ausgezehrt und litt unter Flüssigkeitsmangel, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. An der Leiche sei darüber hinaus ein „deutlich reduzierter äußerlicher Pflegezustand“ sowie ein „extrem reduzierter Ernährungszustand“ festgestellt worden. Nach Polizeiangaben hat das Kreisjugendamt Tuttlingen die Familie zuletzt im März 2012 besucht. Dabei seien „keine Unregelmäßigkeiten“ festgestellt worden. Anhaltspunkte für Versäumnisse des Kreisjugendamtes gebe es nicht.
Das kleine Mädchen sowie zwei weitere Kinder hatten die gesamte Nacht und den Morgen allein in der verwahrlosten Wohnung in einem größeren Mehrfamilienhaus verbracht, hieß es weiter. Das tote Kleinkind war noch am Pfingstmontag obduziert worden. Die beiden anderen Kinder, die derzeit unter Schock stehen, sind in Pflegefamilien untergebracht und werden von einem Notfallseelsorger betreut.
Das Versagen geht auch nach dem Tod des Kindes weiter...
Silke Marquez (ph-sophie)
- 30.05.2012, 03:29 Uhr
Voll normal?!
Erich Jansen (Nonosus)
- 30.05.2012, 00:39 Uhr
Kind Verhungert!
Viola Schwarze (wrossa4)
- 29.05.2012, 23:50 Uhr
Das Jugendamt wußte bescheid
Jürgen Riemenschneider (Theriemie)
- 29.05.2012, 13:33 Uhr
Mir fällt auf
George Rauscher (misterpocket)
- 29.05.2012, 13:13 Uhr